Letzte Woche Sonntag war die Santa Claus Parade in Toronto. Daniel musste leider arbeiten also bin ich mit Christian (ja, er wohnt jetzt wieder hier) zur Parade gefahren. Die Parade geht durch ganz Toronto und einige warteten bereits seit den frühen Morgenstunden, um sich einen guten Platz zu sichern.
Nachdem wir ca. eineinhalb Stunden gewartet haben und so langsam angefroren waren ging es los.
Zuerst sind ganz viele Postboten gekommen, die die Weihnachtsbriefe der Kinder eingesammelt haben. Das war eine echt ganz süße Geste. Gefollgt von allerlei als Tiere und Clowns verkleideten Menschen und Marschkapellen wurde die Parade zum Ende hin erst so richtig weihnachtlich. Der letzte Wagen war dann natürlich der von Santa und die Kinder sind alle buchstäblich ausgeflippt. Nach ca. eineinhalb Stunden war die Parade dann an uns vorrüber gezogen und wir mussten uns ersteinmal mit einer heißen Suppe bei Tim Hortons aufwärmen.
Leider können wir keine Fotos mehr hochladen. Sobald wir dieses Problem aber behoben haben, reichen wir gerne Bilder der Parade nach.
Abends sind wir dann mit Jody und Christopher bei mir im Restaurant essen gegangen. Wir hatten sehr viel Spaß und haben begonnen unseren Trip nach New York zu planen. Die beiden werden uns nämlich für ein paar Tage begleiten, so dass wir noch einmal einen schönen Abschluss haben. Darauf freuen wir uns schon sehr. Auch meine Tante wird zur gleichen Zeit wie wir in New York sein, was uns besonders freut. Also es wird ein schöner Touriurlaub ;-)
Diese Woche Freitag war in den USA "Black Friday", wo man besonders gute Angebote in den Läden bekommt. Auch hier haben einige Läden daran teilgenommen. Daniel und ich sind immer noch auf der Suche nach einem guten Navigationsgerät, konnten uns aber noch nicht für eins entscheiden. Der Kauf wurde also vorerst noch vertagt, so dass wir dann vielleicht am Boxing Day am 26. Dezember zu schlagen.
Morgen haben wir endlich mal wieder einen gemeinsamen Tag frei. Da wollen wir dann ins Royal Ontario Museum gehen. Ich hoffe, die jetzige Austellung ist wenigstens interessant. Aber allein das Gebäude sieht schon sehr spektakulär von Außen aus.
Am ersten Dezember werden wir dann mal anfangen alles ein wenig zu schmücken. Hier bekommt man richtig Weihnachtsstimmung, vor allem weil die ersten Häuser schon in voller Lichterpracht erstrahlen. Also nur noch ein paar Mal schlafen, dann dürfen wir auch schon das erste Türchen aufmachen :-)
Wir wünschen allen Lesern einen schönen ersten Advent!
Daniel und Nadine
Montag, 26. November 2012
Samstag, 10. November 2012
Trübe Herbststimmung
Mittlerweile ist es in Toronto schon ziemlich kalt geworden. Wir hatten bereits Minusgrade und leichten Schneegriesel, aber richtiger Schneefall ist bisher zum Glück ausgeblieben. Bei dem Wetter (wir hatten ja vor kurzem auch die Ausläufer des Hurrikan Sandy, welche auch ziemlich heftig waren) bleibt es natürlich nicht aus, dass wir uns mal wieder eine Erkältung eingefangen haben. Bei mir was es eine Woche ziemlich heftig und Daniel hatte auch ein bisschen mit Schnupfen und Husten zu kämpfen. Aber vorbildlich wie wir waren, sind wir natürlich zur Arbeit gegangen :-\
Im Augenblick ist die Stimmung ziemlich getrübt. Ich fühle mich auf meiner Arbeit nicht mehr so wohl und überlege nun komplett zum Four Seasons Hotel zu wechseln und Daniel wurde schon hundert Mal versprochen, dass er eine Gehaltserhöhung bekommt nur das davon dann nichts mehr auf dem nächsten Paycheck zu sehen ist. Er hat jetzt wieder angefangen Bewerbungen zu verschicken. Durch die unterschiedlichen Dienstpläne sehen wir uns auch nur Nachts und haben so gut wie nie einen Tag frei zusammen. Dadurch erleben wir im Augenblick auch nichts spannendes, da wir aufstehen, arbeiten und abends dann spät nach Hause kommen und schlafen gehen. Das ist zur Zeit etwas verzwickt und frustrierend.
Wir hoffen nun, dass der November schnell vorbei geht und endlich ab Dezember die Vorweihnachtszeit losgeht. Am 20. Dezember kommt dann auch meine Tante zu Besuch, was auch nochmal Abwechslung ins triste Arbeitsleben bringt. Irgendwie kommt man hier viel mehr in Weihnachtsstimmung als zu Hause. Mag vielleicht auch an der Umgebung und den Temperaturen liegen. Hier gibt es nur einen kleinen Weichnachtsmarkt der auch nur zwei Wochen geöffnet hat, aber dort werden wir auf jeden Fall hingehen. Außerdem gibt es noch eine Santa Claus Parade Ende November, die wir uns auch noch ansehen wollen. Sobald dann der Dezember angebrochen ist, möchte ich das erste Mal Glühwein alleine machen und sicherlich auch einige Blecke kanadische Cookies backen ;-) Leider scheint es hier gar nicht so leckere Süßigkeiten, wie bei uns zu geben. Um ehrlich zu sein, hier gibts gar nichts weihnachtliches in den Läden (bei uns ja schon seit Ende August). Daniels Mutter hatte uns ja schonmal was mitgebracht, aber viel haben wir davon nicht mehr ;-) Das wird dann wohl das erste Jahr ohne mein geliebtes Blätterkrokant *schnief* Aber dafür ein sehr kalorienbewusstes!!!
Bisher haben wir versucht schon so viel wie möglich für unseren Trip zu buchen. Die Inseln, also Hawaii und Bahamas, haben wir schon komplett fix gebucht und in Vegas,New York und Quebec haben wir schonmal die Unterkünfte gebucht. Naja und ansonsten haben wir auch schon alle Flüge gebucht solange sie noch günstig sind. Wir freuen uns schon so sehr und können es eigentlich kaum noch erwarten loszufahren.
Am Donnerstag ist der letzte der drei Jungs (Chistian) losgefahren und wir haben ihm ein bisschen geholfen seinen Trip zu planen und wären am liebsten direkt mitgefahren. Vorerst haben wir keine neuen Mitbewohner, aber Christian hat schon geschrieben, dass er gern wieder zurück kommen möchte, da Toronto ihm so gut gefallen hat. Also Mal abwarten, wie lange wir wirklich noch allein hier sind.
Bis demnächst
Nadine und Daniel
Im Augenblick ist die Stimmung ziemlich getrübt. Ich fühle mich auf meiner Arbeit nicht mehr so wohl und überlege nun komplett zum Four Seasons Hotel zu wechseln und Daniel wurde schon hundert Mal versprochen, dass er eine Gehaltserhöhung bekommt nur das davon dann nichts mehr auf dem nächsten Paycheck zu sehen ist. Er hat jetzt wieder angefangen Bewerbungen zu verschicken. Durch die unterschiedlichen Dienstpläne sehen wir uns auch nur Nachts und haben so gut wie nie einen Tag frei zusammen. Dadurch erleben wir im Augenblick auch nichts spannendes, da wir aufstehen, arbeiten und abends dann spät nach Hause kommen und schlafen gehen. Das ist zur Zeit etwas verzwickt und frustrierend.
Wir hoffen nun, dass der November schnell vorbei geht und endlich ab Dezember die Vorweihnachtszeit losgeht. Am 20. Dezember kommt dann auch meine Tante zu Besuch, was auch nochmal Abwechslung ins triste Arbeitsleben bringt. Irgendwie kommt man hier viel mehr in Weihnachtsstimmung als zu Hause. Mag vielleicht auch an der Umgebung und den Temperaturen liegen. Hier gibt es nur einen kleinen Weichnachtsmarkt der auch nur zwei Wochen geöffnet hat, aber dort werden wir auf jeden Fall hingehen. Außerdem gibt es noch eine Santa Claus Parade Ende November, die wir uns auch noch ansehen wollen. Sobald dann der Dezember angebrochen ist, möchte ich das erste Mal Glühwein alleine machen und sicherlich auch einige Blecke kanadische Cookies backen ;-) Leider scheint es hier gar nicht so leckere Süßigkeiten, wie bei uns zu geben. Um ehrlich zu sein, hier gibts gar nichts weihnachtliches in den Läden (bei uns ja schon seit Ende August). Daniels Mutter hatte uns ja schonmal was mitgebracht, aber viel haben wir davon nicht mehr ;-) Das wird dann wohl das erste Jahr ohne mein geliebtes Blätterkrokant *schnief* Aber dafür ein sehr kalorienbewusstes!!!
Bisher haben wir versucht schon so viel wie möglich für unseren Trip zu buchen. Die Inseln, also Hawaii und Bahamas, haben wir schon komplett fix gebucht und in Vegas,New York und Quebec haben wir schonmal die Unterkünfte gebucht. Naja und ansonsten haben wir auch schon alle Flüge gebucht solange sie noch günstig sind. Wir freuen uns schon so sehr und können es eigentlich kaum noch erwarten loszufahren.
Am Donnerstag ist der letzte der drei Jungs (Chistian) losgefahren und wir haben ihm ein bisschen geholfen seinen Trip zu planen und wären am liebsten direkt mitgefahren. Vorerst haben wir keine neuen Mitbewohner, aber Christian hat schon geschrieben, dass er gern wieder zurück kommen möchte, da Toronto ihm so gut gefallen hat. Also Mal abwarten, wie lange wir wirklich noch allein hier sind.
Bis demnächst
Nadine und Daniel
Montag, 22. Oktober 2012
Die Reiseplanung und ihre Tücken
So, nachdem wir so lang daran rumgebastelt haben (mit Unterbrechung denn mein Vater und Daniels Mutter waren ja zu Besuch), wollen wir euch unsere Reiseplanung nicht länger vorenthalten. Anschließend möchte ich euch noch schildern, was uns in den letzten 14 Tagen bezüglich der Finanzierung und Durchführung des Ganzen in Schach gehalten hat bzw. immer noch hält.
Also hier unsere (fest) geplante Reiseroute:
Bis auf den Heimflug und den Flug nach Vancouver haben wir aber vorerst noch nichts gebucht (obwohl es mir ja schon in den Fingern kribbelt). Der Grund dafür ist nämlich die kniffelige Angelegenheit mit der Bezahlung. Während wir beide ja eine deutsche Kreditkarte haben und von dort immer fleißig abgebucht wird, besitzen wir hier leider keine. Die Überweisung des kanadischen Geldes auf das deutsche Konto ist aber mit Transaktionskosten verbunden. Zusätzlich fallen bei jedem Auslandseinsatz Umrechnungsgebühren an. Das macht die ganze Sache teuer. Nun haben Daniel und ich uns gedacht, lass uns doch einfach eine kanadische Kreditkarte beantragen. Ja, aber so einfach ist das nicht: Ohne credit history (ähnlich der Schufa) keine Kreditkarte und ohne Kreditkarte keine credit history. Der Hund beißt sich selbst in den Schwanz. Ich hatte dann die Hoffnung wenigstens eine Art Prepaid Kreditkarte zu bekommen, aber die werden für Non-Residents (Leute,die keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis haben) überhaupt nicht gewährt. Nach etlichem hin un her habe ich heute den Antrag für eine Kreditkarte zum zweiten Mal ausgefüllt und hoffe, spätestens nächste Woche eine zu bekommen, bei der wir einen Teil unseres Geldes als Sicherheit hinterlegen mussten. Sollte dies nicht funktionieren, müssen wir das Geld wohl doch aufs deutsche Konto überweisen. Denn langsam wollen wir auch mit dem Buchen anfangen, da die Preise bereits steigen.
Ein weiterer unerwarteter Faktor war der Greyhoundbus. Es handelt sich dabei um ein in Kanada und den USA weit verbreitetes Linienbusunternehmen, welches bis vor kurzem ein sehr gutes Angebot hatte. Das Angebot war ein Vielfahrerpass, welcher für 7, 15, 30 oder 60 Tage (je nach Wunsch) gültig war. Da Daniel und ich eine Jugendherbergsmitgliedschaft haben, hätten wir 15 Tage zum Preis von sieben Tagen fahren können. Dabei hätten wir so oft aus- und umsteigen können wie wir wollten. Nun wurde völlig unerwartet dieses Angebot zum 30. September eingestellt. Nun wissen wir leider noch nicht, wie wir diese Strecke nun überbrücken sollen. Da Daniel ja noch keine 25 Jahre ist, müsste ich dann die ganze Zeit mit dem Auto fahren, was mich prinzipiell nicht stören würde. Aber ich habe mich einfach schon sehr auf eine entspannende Busfahrt gefreut, bei der man einfach aus dem Fenster sieht, sich die Umgebung ansehen kann und schläft, wann immer man will. Außerdem müssen auch Benzin und Parkplatzkosten, die hier meist sehr hoch sind, einberechnet werden. Die Bustickets für die einzelnen Strecken zu buchen wäre natürlich teurer als mit dem Pass, es sei denn man würde sie jetzt schon buchen, allerdings müsste man sich dann bereits für feste Uhrzeiten entscheiden, zu denen man fahren möchte. Noch ein Grund warum wir schnell eine Kreditkarte brauchen ;-)
Also ihr merkt schon, dass ist alles gar nicht so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellt. Ihr könnt ja gern mal schreiben, was ihr empfehlen würdet: Auto oder Bus? (Ach so, in LA hätten wir sowieso ein Auto, da LA einfach zu weitläufig ist.)
Auf jeden Fall ist unsere Vorfreude schon sehr groß und immer wenn wir mal keine Lust mehr auf diese doofe Arbeit haben (was in letzter Zeit sehr häufig vorkommt), dann motivieren wir uns mit unserer Reise und all den schönen Dingen, die wir auf den einzelnen Stationen erleben und sehen werden.
Nadine und Daniel
Also hier unsere (fest) geplante Reiseroute:
- Start am 19. März 2013 mit dem Auto Richtung Osten inkl. der Städte Ottawa, Montreal und Quebec (7 Tage)
- Abflug am 27.3. von Toronto nach Vancouver (Aufenthalt 7 Tage inkl. Vancouver Island)
- Ab dem 01.04. wollen wir uns dann für knapp zwei Wochen ein Wohnmobil mieten, mit dem wir dann verschiedene Orte in British Columbia und Alberta erkunden (inkl. Whistler, Wells Grey Provintialpark, Jasper, Edmonton, Calgary, Banff, Kamloops)
- nach Abgabe des Womos in Vancouver gehts dann die Westküste der USA entlang (Seattle, San Francisco, Los Angeles, San Diego) ob mit Bus oder Auto wissen wir leider noch nicht
- Am 24.04. fliegen wir dann nach Hawaii. Erst nach Honolulu (3 Tage) und anschließend für weitere 3 Tage nach Maui
- Am 01.05. treffen wir dann im Spielparadis Las Vegas ein und bleiben dort 4 Nächte ;-)
- anschließend fliegen wir für zwei Nächte nach Washington D.C.
- Vom 8.5. bis 13.5 fliegen wir ( mein persönlicher Wunsch) auf die Bahamas und wollen dort dann endlich mal die Seele baumeln lassen
- Am 14.5. treffen wir dann hoffentlich in New York ein und bleiben weitere 5 Nächte im Big Apple
- Abschließend geht es nochmal nach Toronto zum Wäschewaschen ;-) und dann gehts am 21.05. auch schon nach Hause, wo wir hoffentlich wohlbehalten am 22. Mai 2013 um 11:35 Uhr in Tegel landen
Bis auf den Heimflug und den Flug nach Vancouver haben wir aber vorerst noch nichts gebucht (obwohl es mir ja schon in den Fingern kribbelt). Der Grund dafür ist nämlich die kniffelige Angelegenheit mit der Bezahlung. Während wir beide ja eine deutsche Kreditkarte haben und von dort immer fleißig abgebucht wird, besitzen wir hier leider keine. Die Überweisung des kanadischen Geldes auf das deutsche Konto ist aber mit Transaktionskosten verbunden. Zusätzlich fallen bei jedem Auslandseinsatz Umrechnungsgebühren an. Das macht die ganze Sache teuer. Nun haben Daniel und ich uns gedacht, lass uns doch einfach eine kanadische Kreditkarte beantragen. Ja, aber so einfach ist das nicht: Ohne credit history (ähnlich der Schufa) keine Kreditkarte und ohne Kreditkarte keine credit history. Der Hund beißt sich selbst in den Schwanz. Ich hatte dann die Hoffnung wenigstens eine Art Prepaid Kreditkarte zu bekommen, aber die werden für Non-Residents (Leute,die keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis haben) überhaupt nicht gewährt. Nach etlichem hin un her habe ich heute den Antrag für eine Kreditkarte zum zweiten Mal ausgefüllt und hoffe, spätestens nächste Woche eine zu bekommen, bei der wir einen Teil unseres Geldes als Sicherheit hinterlegen mussten. Sollte dies nicht funktionieren, müssen wir das Geld wohl doch aufs deutsche Konto überweisen. Denn langsam wollen wir auch mit dem Buchen anfangen, da die Preise bereits steigen.
Ein weiterer unerwarteter Faktor war der Greyhoundbus. Es handelt sich dabei um ein in Kanada und den USA weit verbreitetes Linienbusunternehmen, welches bis vor kurzem ein sehr gutes Angebot hatte. Das Angebot war ein Vielfahrerpass, welcher für 7, 15, 30 oder 60 Tage (je nach Wunsch) gültig war. Da Daniel und ich eine Jugendherbergsmitgliedschaft haben, hätten wir 15 Tage zum Preis von sieben Tagen fahren können. Dabei hätten wir so oft aus- und umsteigen können wie wir wollten. Nun wurde völlig unerwartet dieses Angebot zum 30. September eingestellt. Nun wissen wir leider noch nicht, wie wir diese Strecke nun überbrücken sollen. Da Daniel ja noch keine 25 Jahre ist, müsste ich dann die ganze Zeit mit dem Auto fahren, was mich prinzipiell nicht stören würde. Aber ich habe mich einfach schon sehr auf eine entspannende Busfahrt gefreut, bei der man einfach aus dem Fenster sieht, sich die Umgebung ansehen kann und schläft, wann immer man will. Außerdem müssen auch Benzin und Parkplatzkosten, die hier meist sehr hoch sind, einberechnet werden. Die Bustickets für die einzelnen Strecken zu buchen wäre natürlich teurer als mit dem Pass, es sei denn man würde sie jetzt schon buchen, allerdings müsste man sich dann bereits für feste Uhrzeiten entscheiden, zu denen man fahren möchte. Noch ein Grund warum wir schnell eine Kreditkarte brauchen ;-)
Also ihr merkt schon, dass ist alles gar nicht so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellt. Ihr könnt ja gern mal schreiben, was ihr empfehlen würdet: Auto oder Bus? (Ach so, in LA hätten wir sowieso ein Auto, da LA einfach zu weitläufig ist.)
Auf jeden Fall ist unsere Vorfreude schon sehr groß und immer wenn wir mal keine Lust mehr auf diese doofe Arbeit haben (was in letzter Zeit sehr häufig vorkommt), dann motivieren wir uns mit unserer Reise und all den schönen Dingen, die wir auf den einzelnen Stationen erleben und sehen werden.
| Liebe Grüße an alle und genießt die letzten schönen Herbsttage! |
Nadine und Daniel
Sonntag, 14. Oktober 2012
Daniels Mutter zu Besuch
Nun haben wir endlich mal wieder Zeit uns zu melden. Am 29. September kamen Daniels Mutter und ihr Mann zu Besuch. Da sowohl Daniel als auch ich arbeiten mussten, konnte leider keiner von uns die beiden vom Flughafen abholen. Dafür haben wir uns am nächsten Tag getroffen und sind erst einmal in einen Frozenjoghurt-Shop gegangen. Dort gibt es, wie der Name schon sagt, gefrorenen Joghurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die man dann mit allerlei Früchten und Süßigkeiten dekorieren kann. Sehr lecker! Wir hoffen, dass es sowas auch bald in Deutschland gibt. Anschließend sind wir dann zu uns nach Haus, wo wir allerlei Mitbringsel auspacken durften (bspw. Spekulatius, dicke Socken), die uns bereits auf die Winterzeit vorbereiteten sollen. Man muss auch sagen, dass es hier zunehmends kälter wird und es sich für mich bereits wie Winter anfühlt. Während Daniel und ich schon in Mänteln rumlaufen, haben die Kanadier teilweise noch kurze Hosen und Flipflops an (liegt wohl an den Genen).

Im Anschluss sind wir nach Kitchener auf das Oktoberfest gefahren, was leider der totale Reinfall war. Wir waren ja bereits nachmittags da und vor 19 Uhr passiert da mal gar nichts. Des Weiteren ist da eigentlich auch nur was am Wochenende los. Daniel und ich haben dann ein schlecht gemachtes Schnitzel mit trockenem Sauerkraut gegessen (kann in keinster Weise mit der deutschen Variante mithalten) und haben dann im Rathaus einem Huldigung für deutsche Pioniere zu gesehen. Das wars, also nix spannendes. Da wir abends noch essen gehen wollten, konnten wir leider nicht bis zum eigentlich Gaudi bleiben.
Da wir beide immer sehr viel arbeiten müssen, haben wir uns ganz gezielt an zwei Tagen in der Woche frei gewünscht und ein Auto ausgeliehen, um mit den beiden Ausflüge zu machen. So startete unser erster Ausflug am 04. Oktober Richtung Niagarafälle. Zunächst haben wir noch einmal die Kleinstadt "Niagra-on-the-Lake" besucht. Leider hatten wir auch diesmal keine Zeit, das anliegende Fort George zu besichtigen. Es handelt sich um ein Schlachtfeld, auf dem im 19. Jahrhundert Schlachten zwischen den USA und Kanada ausgetragen wurden und ist definitiv empfehlenswert. Auf dem Weg zu den Fällen konnten wir bereits den wunderschönen kanadischen Herbst sehen, der seine Farbenpracht in den kommenden Wochen noch ausbreiten wird.
Nach einer Fahrt auf der "Maid of the Mist" haben wir diesmal auch die Tour "Journey behind the Falls" gemacht, bei der man direkt hinter die Wasserfälle gehen kann. Da man hier aber relativ wenig sieht, empfehlen wir eher die Tour auf der amerikanischen Seite zu machen (Grenzüberschreitung ist für 6 US$ ohne weiteres möglich). Nachdem wir noch ein wenig durch den stark an Las Vegas erinnernden Ort geschlendert sind, war es auch irgendwann schon dunkel und wir konnten die Wasserfälle, die nachts beleuchtet sind, bewundern. Auf jeden Fall ein Erlebnis!
Am Freitag ging es wieder früh raus und wir sind mit den beiden zu Walmart und in die Vaughan Mills Mall zum Shoppen gefahren. Auch Daniel und ich haben uns ein paar Teile für unsere "Winterkollektion" gegönnt ;-)
Am Abend hat es uns dann in das eine Stunde entfernte Canadas Wonderland verschlagen, einem Freizeitpark, der speziell zur Halloweenzeit Geisterhäuser aufbaut und Erschrecker im Einsatz hat. Obwohl die Darsteller einen nicht anfassen, bekommt man schon vom bloßen Laufen durch die Irrgärten und Geisterhäuser einen riesen Schreck. Wirklich gutgemacht und absolut zu empfehlen.
Am Wochenende hieß es dann für uns beide wieder arbeiten. Am Montag, dem 08. Oktober, war Thanksgiving, was übrigens einige Wochen vor den USA stattfindet, da deren Ernte, auf Grund der südlicheren Lage, später eingefahren wird. Traditional haben wir ein Thanksgivingdinner gemacht, bei dem Christopher und Jody (Vermieterin + Freund) für uns gekocht haben. Mit Christophers Kindern, unseren Mitbewohnern und Daniels Eltern waren wir elf Leute. Es hat super geschmeckt und wen es interessiert: Sogar bei diesem Gericht wurde Verwendung für Ahornsirup gefunden ;-)
Am Dienstag haben wir uns dann wieder ein Auto gemietet, weil wir eigentlich nach Kitchener zum größten Oktoberfest Kanadas wollten. Auf dem Weg dahin haben wir noch einen Abstecher nach St. Jakobs, was eine gute Stunde von Toronto entfernt liegt, gemacht. Hier leben sehr viele Mennoniten, die ihren Ursprung in Deutschland/Österreich bzw. der Schweiz haben. Dabei handelt es sich um eine Glaubensgemeinschaft, die ähnlich den Amisch ist, aber doch schon moderner und fortschrittlicher lebt. Neben dem sehr beschaulichen Ort gibt es hier allerlei hausgemachter Dinge der Mennoniten, die zum Verkauf angeboten werden. Außerdem gibt es einen sehr berühmten Farmers Market der aber leider nur Donnerstag und Samstag geöffnet hat. Außerdem haben wir noch ein bisschen die Gegend erkundet und haben die letzte überdachte Brücke Ontarios gefunden: Die "Kissing Bridge".
| Mein Lieblingskürbis ;-) |
| Auf der Kissing Bridge |
Am Abend waren wir in Daniels Restaurant essen und haben uns nochmal so richtig den Bauch voll geschlagen (Thanksgiving war ja immerhin schon einen Tag her). Lecker wars :-)
Am Mittwoch haben wir Daniels Eltern und ich dann nochmal die Geschäfte unsicher gemacht und Donnerstag gings dann auch schon wieder nach Haus für die beiden. Wir hatten eine spannende und ereignisreiche Zeit mit den beiden.
Morgen haben Daniel und ich zum Glück einen gemeinsamen freien Tag, den wir für die ersten Flugbuchungen unserer Reise nutzen wollen. Davon und von unserer ausführlichen Reiseroute gibts dann beim nächsten Mal mehr.
Gruß
Daniel und Nadine
Samstag, 29. September 2012
Verdammt viel zu tun!
Hallo liebe Blogleser,
zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir im Augenblick echt wenig Zeit für irgendwelche Aktivitäten geschweige denn Blogeinträge haben. Daniel muss jetzt immer statt um 15 Uhr eine Stunde eher arbeiten (warum auch immer) und ich habe gerade mit dem Training im Four Seasons Hotel angefangen. Das Training und das Hotel sind echt toll. Ein bisschen wie auf der Titanic; noch niemand hat in den Betten geschlafen oder das Geschirr benutzt. Es ist schon echt beeindruckend so eine riesige Hoteleröffnung mitzumachen. Ich hatte sogar das Glück den Gründer der Four Seasons Hotels zu treffen, der mit seinen 81 Jahren eine echt beeindruckende Persönlichkeit ist. Dennoch ist das ganze ziemlich anstrengend und gar nicht so einfach mit meinem anderen Job zu vereinbaren. Aber ich schaue mal wie es wird.
Bei Daniel sieht es so aus, dass man ihm zu Beginn eine Gehaltserhöhung nach drei Monaten versprochen hatte. Diese drei Monate sind schon lange um und er rennt immer noch seinem Geld hinterher. Mittlerweile fühlt er sich so verar... und hingehalten, dass er ernsthaft darüber nachdenkt den Job zu wechseln. Ich unterstütze ihn da absolut in seiner Entscheidung. Uns geht es vorrangig nicht mal um das Geld sondern eher ums Prinzip. Also warten wir mal ab, was auf dem nächsten Paycheck steht.
Heute kommt Daniels Mutter+Mann in Toronto an. Leider können wir die beiden nicht vom Flughafen abholen. Dafür konnte Daniel seine Schicht tauschen, so dass er frei hat und die drei morgen schon mal Toronto erkunden können. Auf Grund des engen Dienstplans und unseres Besuchs werden wir uns wahrscheinlich erst wieder in zwei Wochen mit neuen Bildern melden. Hier ein kleiner Vorgeschmack: Wir wollen noch einmal zu den Niagarafällen (bei Nacht), in Canadas Wonderland (mit Halloween Show), auf das größte Oktoberfest Kanadas und eine Besichtigung eines Amish Dorfes.
Bis dahin alles Liebe
Nadine und Daniel
zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir im Augenblick echt wenig Zeit für irgendwelche Aktivitäten geschweige denn Blogeinträge haben. Daniel muss jetzt immer statt um 15 Uhr eine Stunde eher arbeiten (warum auch immer) und ich habe gerade mit dem Training im Four Seasons Hotel angefangen. Das Training und das Hotel sind echt toll. Ein bisschen wie auf der Titanic; noch niemand hat in den Betten geschlafen oder das Geschirr benutzt. Es ist schon echt beeindruckend so eine riesige Hoteleröffnung mitzumachen. Ich hatte sogar das Glück den Gründer der Four Seasons Hotels zu treffen, der mit seinen 81 Jahren eine echt beeindruckende Persönlichkeit ist. Dennoch ist das ganze ziemlich anstrengend und gar nicht so einfach mit meinem anderen Job zu vereinbaren. Aber ich schaue mal wie es wird.
Bei Daniel sieht es so aus, dass man ihm zu Beginn eine Gehaltserhöhung nach drei Monaten versprochen hatte. Diese drei Monate sind schon lange um und er rennt immer noch seinem Geld hinterher. Mittlerweile fühlt er sich so verar... und hingehalten, dass er ernsthaft darüber nachdenkt den Job zu wechseln. Ich unterstütze ihn da absolut in seiner Entscheidung. Uns geht es vorrangig nicht mal um das Geld sondern eher ums Prinzip. Also warten wir mal ab, was auf dem nächsten Paycheck steht.
Heute kommt Daniels Mutter+Mann in Toronto an. Leider können wir die beiden nicht vom Flughafen abholen. Dafür konnte Daniel seine Schicht tauschen, so dass er frei hat und die drei morgen schon mal Toronto erkunden können. Auf Grund des engen Dienstplans und unseres Besuchs werden wir uns wahrscheinlich erst wieder in zwei Wochen mit neuen Bildern melden. Hier ein kleiner Vorgeschmack: Wir wollen noch einmal zu den Niagarafällen (bei Nacht), in Canadas Wonderland (mit Halloween Show), auf das größte Oktoberfest Kanadas und eine Besichtigung eines Amish Dorfes.
Bis dahin alles Liebe
Nadine und Daniel
Dienstag, 18. September 2012
Daniels Geburtstag
Letzte Woche Montag war Daniels Geburtstag. Der er aber die Tage davor sehr viel gearbeitet hat und demnach auch ziemlich überarbeitet war, haben wir beschlossen es ruhig angehen zu lassen. Ich hatte zum Glück meinen Dienst noch tauschen können, so dass ich auch frei hatte. Während Daniel noch geschlafen hat, habe ich unser Wohnzimmer ein bisschen geschmückt. Anschließend haben wir dann ausgiebig gefrühstückt und uns ein Stück von dem (extrem süßen) Geburtstagskuchen gegönnt.
Nachmittags waren wir dann noch ein bisschen im Eaton Centre und abends waren wir noch in einem Restaurant essen. Leider war das Essen nicht besonders gut, aber egal.
Ein weiteres kleines Highlight dieser Woche war, dass wir unseren Rückflug gebucht haben. Also: Unser Rückflug geht am 21. Mai von Toronto aus über London, so dass wir dann am 22. Mai in Berlin ankommen.
Das bedeutet auch, dass unsere Reiseplanung jetzt ziemlich fest ist, da wir ja eine Rundreise machen und demnach pünktlich zurück sein müssen. Aber zu unseren Reisestationen ein anderes Mal mehr, da wir ja vorerst noch das nötige Kleingeld zusammensparen müssen.
Ansonsten müssen wir beide zur Zeit sehr viel arbeiten und versuchen vor der Arbeit immer so viel wie möglich zu erledigen. Am Donnerstag haben wir dann beide frei, da mein Vater und seine Freundin von ihrer Reise zurückkommen. Abends wollen wir dann bei mir auf Arbeit den 100 Euro Gutschein, den wir als Dankeschön bekommen haben, umsetzen :-)
Davon dann beim nächsten Mal mehr.
Gruß
Daniel und Nadine
Freitag, 7. September 2012
Ein Besuch im Algonquin Park
Bevor wir von unserem Ausflug berichten möchte ich noch kurz erzählen, dass wir das Geld von der Unfallfahrerin zurück bekommen haben. Sie hat aber auch nur exakt den Betrag der Reparatur überwiesen und keine extra Kosten (Straßenbahnkosten). Naja Daniel hat daraus gelernt und wir werden wohl demnächst mal einen Helm kaufen.
Die nächste Neuigkeit ist, dass ich den Job im Four Seasons Hotel bekommen habe. Da es sich dabei aber um einen "On Call Job", also einen Job auf Abruf, handelt weiß ich gar nicht, wie es demnächst weiter geht. Das einzige was ich weiß, der erste Trainingsarbeitstag ist am 24. September. Nähere Infos werde ich ja dann hoffentlich demnächst erhalten.
So nun aber zu unserem Erlebten. Am 31.8. kam mein Vater und dessen Freundin hier in Toronto an. Auf Grund des Lufthansa-Streiks in Frankfurt wurde ihre komplette Flugplanung umgeworfen und sie kamen mit einer Stunde Verspätung hier an. Nur leider ihr Gepäck hatte es nicht bis hierher geschafft. Da sowohl Daniel als auch ich arbeiten mussten, sind die beiden gleich in ihr Hotel eingecheckt und haben am nächsten Vormittag ihr Wohnmobil abgeholt. Damit sind sie dann hier vorgefahren und wir haben nach deutscher Manier erstmal Kaffee und Kuchen auf der Front Porch gehabt. Im Rahmen der CNE (Ausstellung auf dem Messegelände, welche Daniel und ich auch besucht haben) eine Flugshow stattfand sind wir anschließend Richtung Hafen gelaufen und haben das Wetter genossen. Von da aus musste ich dann zur Arbeit und die beiden haben an unserem Haus auf ihr Gepäck gewartet.
Am nächsten Tag hatte Daniel frei und war noch ein bisschen mit den beiden unterwegs. Sie haben dann Einkäufe für unseren Ausflug gemacht und Daniel hat schon mal alle unsere Sachen gepackt (ich musste leider lange an dem Tag arbeiten), denn es sollte am Montag um 8 Uhr losgehen.
Montag morgen sind wir dann auch relativ pünktlich aufgebrochen und haben uns mit dem Wohnmobil auf den Weg Richtung Norden gemacht. Nach circa 4 Stunden Fahrt waren wir dann auch schon im Algonquin Park. Der Algonquin Park ist der größte Provincial Park in Ontario und ist knapp 8000 km² groß. Er ist der älteste Naturpark in Ontario und enthält weit über tausend Seen.
Da für Montag schönes Wetter angesagt war und es am Dienstag regnen sollte, haben wir uns dafür entschlossen direkt eine kleine Kanutour zu starten. Es war echt toll so auf dem See rumzupaddeln und fürs erste Mal haben wir und gar nicht so dumm angestellt. Erstaunlicherweise hatten wir auch kaum Muskelkater, obwohl man bei starken Gegenwind manchmal ganz schön paddeln muss um überhaupt vom Fleck zu kommen. Da in dem See teilweise kleine Inseln waren, haben wir das ein oder andere Mal angelegt und haben noch ein paar Schnappschüsse auf den Inseln gemacht.
Außerdem bietet der Park auch noch viele Rundwanderwege und Aussichtspunkte. Wir haben dann auch gleich eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt gemacht. An jedem Eingang befinden sich kleine Infohefte, die über die Informationen über die Natur und die Pflanzen des jeweiligen Waldabschnittes enthalten. Leider nur auf Englisch, aber dennoch sehr touristenfreundlich gemacht. Als wir dann den Aussichtspunkt erreicht hatten war die Aussicht einfach der Wahnsinn.
Die nächste Neuigkeit ist, dass ich den Job im Four Seasons Hotel bekommen habe. Da es sich dabei aber um einen "On Call Job", also einen Job auf Abruf, handelt weiß ich gar nicht, wie es demnächst weiter geht. Das einzige was ich weiß, der erste Trainingsarbeitstag ist am 24. September. Nähere Infos werde ich ja dann hoffentlich demnächst erhalten.
So nun aber zu unserem Erlebten. Am 31.8. kam mein Vater und dessen Freundin hier in Toronto an. Auf Grund des Lufthansa-Streiks in Frankfurt wurde ihre komplette Flugplanung umgeworfen und sie kamen mit einer Stunde Verspätung hier an. Nur leider ihr Gepäck hatte es nicht bis hierher geschafft. Da sowohl Daniel als auch ich arbeiten mussten, sind die beiden gleich in ihr Hotel eingecheckt und haben am nächsten Vormittag ihr Wohnmobil abgeholt. Damit sind sie dann hier vorgefahren und wir haben nach deutscher Manier erstmal Kaffee und Kuchen auf der Front Porch gehabt. Im Rahmen der CNE (Ausstellung auf dem Messegelände, welche Daniel und ich auch besucht haben) eine Flugshow stattfand sind wir anschließend Richtung Hafen gelaufen und haben das Wetter genossen. Von da aus musste ich dann zur Arbeit und die beiden haben an unserem Haus auf ihr Gepäck gewartet.
Am nächsten Tag hatte Daniel frei und war noch ein bisschen mit den beiden unterwegs. Sie haben dann Einkäufe für unseren Ausflug gemacht und Daniel hat schon mal alle unsere Sachen gepackt (ich musste leider lange an dem Tag arbeiten), denn es sollte am Montag um 8 Uhr losgehen.
Montag morgen sind wir dann auch relativ pünktlich aufgebrochen und haben uns mit dem Wohnmobil auf den Weg Richtung Norden gemacht. Nach circa 4 Stunden Fahrt waren wir dann auch schon im Algonquin Park. Der Algonquin Park ist der größte Provincial Park in Ontario und ist knapp 8000 km² groß. Er ist der älteste Naturpark in Ontario und enthält weit über tausend Seen.
Da für Montag schönes Wetter angesagt war und es am Dienstag regnen sollte, haben wir uns dafür entschlossen direkt eine kleine Kanutour zu starten. Es war echt toll so auf dem See rumzupaddeln und fürs erste Mal haben wir und gar nicht so dumm angestellt. Erstaunlicherweise hatten wir auch kaum Muskelkater, obwohl man bei starken Gegenwind manchmal ganz schön paddeln muss um überhaupt vom Fleck zu kommen. Da in dem See teilweise kleine Inseln waren, haben wir das ein oder andere Mal angelegt und haben noch ein paar Schnappschüsse auf den Inseln gemacht.
Außerdem bietet der Park auch noch viele Rundwanderwege und Aussichtspunkte. Wir haben dann auch gleich eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt gemacht. An jedem Eingang befinden sich kleine Infohefte, die über die Informationen über die Natur und die Pflanzen des jeweiligen Waldabschnittes enthalten. Leider nur auf Englisch, aber dennoch sehr touristenfreundlich gemacht. Als wir dann den Aussichtspunkt erreicht hatten war die Aussicht einfach der Wahnsinn.
Anschließend haben wir uns einen Campingplatz ausgesucht, haben eingecheckt und unser Zelt aufgebaut, was erstaunlicherweise sehr schnell ging. Besonders cool ist, dass jede Parzelle eine eigene Feuerstelle mit Grillrost hat, so dass wir abends sogar noch grillen konnten. Da wir erst abends angekommen sind, konnten wir leider kein Feuerholz mehr kaufen. Also haben sich Daniel und ich kurzer Hand daran gemacht herunter gefallende Äste und Holz aufzusammeln, so dass wir auch ein Feuer machen konnten. Keine gute Idee, wie sich am nächsten Morgen rausstellte. Der Park-Ranger kam und hat unser Holz eingesammelt und gesagt, dass es normalerweise hohe Strafen dafür gibt. Also haben wir am nächsten Tag Feuerholz gekauft.
Am zweiten Tag war das Wetter dann wirklich nicht mehr so gut. wir haben zwei Museen im Park besucht. Das eine stellt Kunst mit dem Thema "Natur im Algonquin Park" aus und das andere zeigt die Holzwirtschaft und damit die Anfänge des Parks beides eigentlich sehr interessant und der Eintritt war frei. Den zweiten Tag wollten wir für Wanderungen nutzen. Wir haben uns dann für einen Wanderweg entschieden, der die Schwierigkeitsstufe 2 hatte und ca. 5,8 km lang war. Außerdem haben wir uns noch für einen Wanderweg entschieden, der an zwei Biberbauten vorbei führte. Leider hat es zu dem Zeitpunkt so stark geregnet, dass sich nicht mal die Biber raus trauten. Generell waren wir sehr enttäuscht, da uns viele Kollegen erzählten man kann im Algonquin Park viele Tiere sehen und wir haben quasi nicht eins gesehen. Ok natürlich gab es eine Menge Vögel und Eichhörnchen, auch Streifenhörnchen waren vertreten, aber eben keine größeren Tiere. Aber noch hatten wir die Hoffnung nicht aufgegeben. Am nächsten Morgen mussten wir dann ganz früh aufstehen, da unser Bus bereits um 8:40 Uhr von der nächste größeren Stadt abfahren sollte. Auf dem Weg vom Waschhaus zu unserem Zelten konnten wir dann erstmal eine fünfköpfige Waschbärenfamilie, auf der Suche nach Nahrung, beobachten. Nachdem wir das Zelt zusammengepackt haben, haben mein Vater und seine Freundin uns zum Busbahnhof gefahren. Und dann, am Rande der Hauptstraße des Algonquin Parks, da stand er: Ein Elch. Um genau zu sein war es ein Mama-Elch und daneben stand der kleine (aber immer noch ziemlich große) Baby-Elch. Wir haben dann das gemacht, was man eigentlich nicht machen soll: Wir haben das Auto in sicherer Erfahrung angehalten und ein paar Fotos gemacht. Leider so weit weg, dass man es wahrscheinlich nicht richtig erkennen kann. Aber es war toll. Als der Elch uns dann so seltsam angeguckt hat, sind wir lieber wieder schnell ins Auto gestiegen und weiter gefahren. Sicher ist sicher!
Nach 4 Stunden fahrt hat der Bus uns wieder wohlbehalten in Toronto abgesetzt. Mein Vater und seine Freundin sind unterdessen weiter in Ontario unterwegs und kommen am 20. September für ein Abschiedsessen wieder nach Toronto.
Für uns heißt es in der Zwischenzeit wieder weiter arbeiten und ich muss meine Erkältung auskurieren, denn durch den Regen und das Zelten habe ich mir doch ganz schön was weggeholt.
Die Fotos (nur einige; alle würden den Rahmen sprengen), die vom professionellen Fotografen Daniel gemacht wurden, könnt ihr wie immer unter der Kategorie Bilder bewundern.
Bis dahin viele Grüße
Daniel und Nadine
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