Samstag, 16. Februar 2013

Die Zeit rennt und noch so viel zu tun

Winterlicious ist vorbei und langsam kehrt so etwas wie Normalität ein. Das bedeutet, Daniel arbeitet "nur" noch 10 Stunden pro Tag und nicht mehr 13 und auch ich habe mal ein paar Tage unter der Woche frei.
Letzte Woche hatten wir hier einen so großen Schneesturm, dass sowohl Dnaiel als auch ich angerufen wurden, wir sollen doch zu Hause bleiben und brauchen nicht arbeiten. Na das war doch mal eine schöne Überraschung. Wir haben den ganzen Tag das Haus nicht mehr verlassen, denn das war auch sehr schwer möglich. Mittlerweile ist aber so gut wie alles geschmolzen und wir haben so um die -5 Grad.

Mittlerweile sind wir von der Arbeitssituation so abgenervt, dass wir uns ständig mit der Reise motivieren. Auch wenn wir noch immer noch nicht ganz mit der Vorbereitung durch sind, nimmt es langsam Form an. Allein schon das Lesen im Reiseführer macht uns beide ganz hibbelig. Zu wissen, dass man bald an diesen Orten ist zaubert uns ein Strahlen ins Gesicht.
Letzte Woche haben wir zum Beispiel zwei ganz tolle Sachen gebucht: Delfinschwimmen in Nassau. Das war auch im Vorfeld schon klar. Wir werden mit einem kleinen Boot auf eine Insel namens Blue Lagoon fahren und dort schlüpfen wir in eine Schwimmweste uhnd dürfen dann mit den Delfinen plantschen. Dafür hatte uns Daniels Mutter im herbst schon extra Unterwasserkameras aus Deutschland mitgebracht.
Nun aber mein anderes Highlight, was eigentlich schon fast gestorben war: Wir machen Whalewatching auf Maui. Ich bin total begeistert, denn das war eigentlich mein verspäteter Geburtstagswunsch. Bisher haben unsere Reisedaten aber nie mit der Whalewathing-Saison übereingestimmt. Zudem waren die Anbieter auch noch sehr teuer. Nun habe ich aber über unseren Reiseführer ein ganz tolles Angebot gefunden, welches von einer Organisation (Pacific Whale Foundation) durchgeführt wird. Der Preis ist eher als Spendenbeitrag zu sehen, so dass wir für uns beide inkl. Steuern nun $73 gezahlt haben (Zum Vergleich andere anbieter verlangen 100-150 CAD pro Person ohne Steuern). Das tolle ist, während wir auf Hawaii sind ist dort auch noch Saison, so dass wir gute Chancen haben auch wirklich einen (Buckel)Wal zu sehen.

Da ich im August Trauzeugin auf der Hochzeit meiner Freundin bin, hatte ich mir ja im Januar bereits ein Kleid gekauft, welches zu Zeit aber noch geschneidert wird. Da Daniel mir ja in nichts nachstehen soll ;-) sind wir am Montag los und haben nach Anzügen geschaut (eine Kravatte hatten wir schon mit björn zusammen im Outlet gekauft). Und was soll ich sagen: Wir haben einen ganz tollen Anzug gefunden, der ihm richtig gut steht. Nun werden wir beide im August glänzen :-)
So langsam bekommen wir aber echt Angst, dass wir nicht mehr alles in die Koffer bekommen. Der Platz in unserem Zimmer wird immer weniger, dabei haben wir noch nicht mal richtig angefangen zu shoppen :-o
Jeweils einen Zusatzkoffer habe ich bereits bei Britishairways angemeldet. Naja, wir werden dann wohl nochmal aussondern bevor es wirklich losgeht.

Letzten Sonntag hatte ich dann meine verspätete Weihnachtsfeier. Im Gegensatz zu Daniels Nobelclub war die Location, das Essen und die Preise richtig peinlich. Dafür hatten wir eine Karaokemaschine, von der auch reichlich gebrauchtgemacht wurde. Wir hatten trotzdem Spaß und sowohl Daniel als auch ich haben sogar mehrmals gesungen. Langsam wird es ernst und die ersten Leute planen unsere "Abschiedsfeiern". Also einfach nochmal was trinken gehen und Spaß haben und wir müssen feststellen: 4 Wochen sind nicht mehr lang und da beleiben auch nicht mehr viele Daten übrig.

Was unsere Planung betrifft, müssen wir jetzt unbedingt noch meinen Telefonvertrag kündigen (Daniel hat das heute gemacht), alle Schritte zur Auflösung des Bankkontos angehen (ist etwas kompliziert, da wir da noch eine Mastercard haben) und unsere Steuererklärung machen (da stellt sich uns noch das größte Fragezeichen).

Heute habe ich noch einmal mit meiner Tante telefoniert, die sich in 8 Tagen auf große Weltreise begibt. Wir werden uns nun doch in San Francisco treffen und wollen da auf jeden Fall in die Cheesecakefactory (ein Laden voller verschiedener Käsekuchen) gehen und wollen uns da durch die Vitrine schlemmen.
Beim nächsten Post schreibe ich dann auch nochmal unsere genaue Reiseroute, da bereits viele ganz besorgt danach gefragt haben. Dann weiß jeder genau wo wir sind und es muss sich keiner Sorgen machen.

Also bis zum nächsten Mal

Daniel und Nadine

Montag, 28. Januar 2013

Der Countdown läuft...

Nun ist es schon Ende Januar und die Zeit scheint grade so zu rasen.
Anfang Januar hatte Daniel ja eine Woche frei und wir haben die Zeit auch wirklich gut genutzt. Neben unserer Reisevorbereitung haben wir uns noch einige Dinge in Toronto angeschaut. Wir waren Eislaufen, was super viel Spaß gemacht hat. In Toronto gibt es zwei Eisflächen: eine in Downtown eine an der Harbourfront. Wir waren an der Harbourfront und konnten direkt beim Fahren auf das Wasser schauen. Das schöne ist, dass man keinen Eintritt zahlen muss und seine eigenen Schlittschuhe mitbringen kann. So konnten wir auch einige talentierte Eisläufer beim üben beobachten.
Abends waren wir dann auf dem CN-Tower essen. Die Aussicht ist einfach atemberaubend. Ein Ausblick der sich auch nur sehr schwer beschreiben oder mit der Kamera einfängen lässt. Leider war das essen eher mittelmäßig.
Ansonsten haben wir versucht die Zeit für die Reisevorbereitung zu nutzen. Man muss schon sagen, dass das ziemlich arbeitsaufwendig ist. Da wir ja nicht auf blauen Dunst zu unseren jeweiligen Zielen begeben wollen, suchen wir jetzt ganz gezielt nach Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die wir unbedingt machen oder ansehen wollen. Aber auch Campingplätze und Verkehrssysteme stehen auf der Google-Liste.
Ich denke, dass die Vorbereitung jetzt noch die meiste Zeit vor der Reise einnimmt, da wir bisher vielleicht 35-40% der Ziele abgearbeitet haben.

Letzte Woche war unser guter Freund Björn aus der Schweiz zu Besuch. Da der Besuch nicht von Anfang an geplant war, haben wir uns besonders über den doch recht spontanen Besuch gefreut. Da zu dieser Zeit aber immer zwischen -15 und -20 Grad waren, haben wir nicht das komplette Sightseeing Programm durchgezogen. Wir waren z.B. viel shoppen, da Björn sich mit neuen Sachen eindecken wollte. So haben wir uns bspw. einen Tag ein Auto geliehen und sind noch einmal nach Vaughan Mills ins Outlet Center gefahren. An den letzten Abenden waren wir noch schön essen und feiern. Es war echt eine tolle Zeit mit Björn und wir haben uns sehr gefreut das er hier war.

Nun haben wir es schon Ende Januar und, da hier zur Zeit mal wieder die Hölle los ist, es wird super schnell Mitte Februar sein. Wir müssen hier noch unsere Steuererklärung machen, da wir als Work and Traveler gute Chancen haben einen riesen Batzen wieder zu bekommen.
Übrigens hat Daniel vor kurzem den Fernseher verkauft und dafür immerhin noch 500 CAD bekommen. Von einem Teil des Geldes haben wir uns jetzt Karten für die Show "Believe" in Las Vegas gekauft. Das ist eine Zaubershow vom Magier Chris Angel zusammen mit Cirque du Soleil. Das wird sicher toll.

Nun heißt es auch langsam einen Überblick über all die Sachen bekommen, die bei uns in das kleine Zimmer gestopft sind. Das muss nämlich alles wieder in insgesamt 4 Koffer. Davor grault uns beiden schon am meisten. Ich versuche mich demnächst noch einmal mit der Bilderfunktion zu beschäfftigen, da wir euch ja spätestens zu unserer Reise tolle Bilder von den einzelnen Zielen zeigen wollen.

Ganz lieben Gruß

Daniel und Nadine

Donnerstag, 3. Januar 2013

Auf ins Jahr 2013!

Hallo ihr Lieben,

ersteinmal ein frohes neues Jahr an alle Mitleser. Wir müssen uns ganz doll entschuldigen, dass wir schon so ewig nichts mehr geschrieben haben, aber hier war arbeitstechnisch die Hölle los. Außerdem mussten wir feststellen, dass wir noch nicht immun gegen die kanadischen Viren sind. Also wir waren beide zweimal innerhalb von 4 Wochen krank.
Im Dezember waren wir auf dem Weihnachtsmarkt im Distillery District. Wir haben unseren Mitbewohner Christian mitgenommen und haben lecker Bratwurst (leider nicht vergleichbar mit der deutschen Bratwürsten) und Glühwein getrunken. Leider haben wir uns dafür den kältesten Tag seit langem ausgesucht, so dass wir insgesamt nicht so sehr lang geblieben sind. De rMarkt ist auch eher klein, wenn man ihn mit europäischen Märkten vergleicht.
Obwohl wir uns so auf Weihanchten gefreut hatten, war auf Grund der Arbeit dann doch nichts mit Ruhe und Besinnlichkeit. Am 23. Dezember haben wir ein Christmasdinner gemacht, wobei wir kanadische und deutsche Spezialitäten gemischt haben. War echt lecker und super lustig. Das Highlight war, dass wir "Wichteln" gemacht haben. Zu der Zeit war auch meine Tante zu Besuch, so dass wir insgesamt 10 Personen beim Dinner waren.
Abends ist Daniel dann noch zu seiner Weihnachtsfeier auf Arbeit gefahren. Dort gab es wie jedes Jahr eine Verlosung und wir wussten bereits in Vorfeld, dass der Hauptpreis ein Fernseher war. Da Daniel in letzter Zeit so viel gearbeitet hatte (134 Stunden in 14 Tagen!) haben ihm alle die Daumen gedrückt, dass er etwas Gutes gewinnt. Plötzlich rief er mich an, dass er  wirklich den Fernseher gewonnen hat. Jetzt haben wir einen Flatscreen von LG mit 127cm Bildschirmdiagonale hier zu stehen, den wir aber verkaufen werden und uns etwas von dem Geld gönnen werden. Das war dann unser Weihnachtsgeschenk.
Da wir ganz viele liebe Pakete von Freunden und Familie bekommen haben, hatten wir auch ganz viele tolle Süßigkeiten und Stollen aus der Heimat.
Da ja hier erst am 25. Weihnahchten gefeiert wird und ich eine Kollegin hab, die Weinachten sonst allein gewesen wäre, kam sie kurzerhand zu uns und wir haben nochmal Plätzchen gebacken, Spiele gespielt und Braten gegessen.
Am 26. waren wir erst mit meiner Tante brunchen und dann im Eaton Centre zum Boxingday, aber da tut man sich keinen gefallen mit. Es war das reinste geschiebe durch die Gänge und die Deals sind nun auch nicht so viel besser als sonst. Wir werden dann wohl lieber in den USA beim Shopping zuschlagen.
Silvester mussten Daniel und ich arbeiten. Er hatte aber schon gegen 23 Uhr Feierabend und kam dann zu mir auf Arbeit. Ich konnte mich dann wegstehlen, so dass wir beide um 0 Uhr zusammen anstoßen konnten. Er ist dann mit Christian anschließend noch zu einer Party gefahren. Ich hatte aber erst so gegen 2:30 Uhr Feierabend (nach 12,5 Stunden) und bin dann nur noch ins Bett. Die Jungs kamen dann in den frühen Morgenstunden nach Haus.
Wen es interessiert, Feuerwerk oder Raketen gibt es hier kaum. Hier wird eher zum Victoriaday oder Nationalfeiertag geknallt. Ansonsten unterscheidet sich Silvester hier nicht großartig von allen anderen Partysamstagen in Toronto.
Daniel hat jetzt erst einmal eine Woche frei, die wir beide auch ausgiebig genießen. Nachdem wir jetzt jeden Tag den fehlenden Schlaf nachgeholt haben, waren wir heute im ScienceCenter (ist wie das Spektrum in Berlin). Dort konnte man alle möglichen Dinge mit optischen Täuschungen, Elektritzität, Weltraum usw. ausprobieren , testen und sich erklären lassen. Das war ziemlich interessant.
Sonntag gehen wir dann wohl endlich Eislaufen. Wir versuchen jetzt noch so viel wie möglich zu sehen und zu machen, da wir langsam realisieren, wie wenig Zeit uns eigentlich nur noch bleibt. Nur noch zweieinhalb Monate und dann geht es auf große Reise :-D Wir können es schon kaum noch erwarten.

Bis dahin heißt es jetzt aber noch durchziehen und das nötige Taschengeld zusammensparen, damit wir vor Ort dann auch alles machen können, wozu wir Lust haben. In knapp drei Wochen kommt auch noch ein guter Freund aus der Schweiz zu Besuch, darauf freuen wir uns auch schon sehr.

So, dass war es dann erstmal für heute und wir versprechen nun doch wieder öfter zu schreiben.

Daniel & Nadine

Montag, 26. November 2012

Santa Claus Parade

Letzte Woche Sonntag war die Santa Claus Parade in Toronto. Daniel musste leider arbeiten also bin ich mit Christian (ja, er wohnt jetzt wieder hier) zur Parade gefahren. Die Parade geht durch ganz Toronto und einige warteten bereits seit den frühen Morgenstunden, um sich einen guten Platz zu sichern.
Nachdem wir ca. eineinhalb Stunden gewartet haben und so langsam angefroren waren ging es los.

Zuerst sind ganz viele Postboten gekommen, die die Weihnachtsbriefe der Kinder eingesammelt haben. Das war eine echt ganz süße Geste. Gefollgt von allerlei als Tiere und Clowns verkleideten Menschen und Marschkapellen wurde die Parade zum Ende hin erst so richtig weihnachtlich. Der letzte Wagen war dann natürlich der von Santa und die Kinder sind alle buchstäblich ausgeflippt. Nach ca. eineinhalb Stunden war die Parade dann an uns vorrüber gezogen und wir mussten uns ersteinmal mit einer heißen Suppe bei Tim Hortons aufwärmen.
Leider können wir keine Fotos mehr hochladen. Sobald wir dieses Problem aber behoben haben, reichen wir gerne Bilder der Parade nach.

Abends sind wir dann mit Jody und Christopher bei mir im Restaurant essen gegangen. Wir hatten sehr viel Spaß und haben begonnen unseren Trip nach New York zu planen. Die beiden werden uns nämlich für ein paar Tage begleiten, so dass wir noch einmal einen schönen Abschluss haben. Darauf freuen wir uns schon sehr. Auch meine Tante wird zur gleichen Zeit wie wir in New York sein, was uns besonders freut. Also es wird ein schöner Touriurlaub ;-)

Diese Woche Freitag war in den USA "Black Friday", wo man besonders gute Angebote in den Läden bekommt. Auch hier haben einige Läden daran teilgenommen. Daniel und ich sind immer noch auf der Suche nach einem guten Navigationsgerät, konnten uns aber noch nicht für eins entscheiden. Der Kauf wurde also vorerst noch vertagt, so dass wir dann vielleicht am Boxing Day am 26. Dezember zu schlagen.

Morgen haben wir endlich mal wieder einen gemeinsamen Tag frei. Da wollen wir dann ins Royal Ontario Museum gehen. Ich hoffe, die jetzige Austellung ist wenigstens interessant. Aber allein das Gebäude sieht schon sehr spektakulär von Außen aus.

Am ersten Dezember werden wir dann mal anfangen alles ein wenig zu schmücken. Hier bekommt man richtig Weihnachtsstimmung, vor allem weil die ersten Häuser schon in voller Lichterpracht erstrahlen. Also nur noch ein paar Mal schlafen, dann dürfen wir auch schon das erste Türchen aufmachen :-)

Wir wünschen allen Lesern einen schönen ersten Advent!

Daniel und Nadine

Samstag, 10. November 2012

Trübe Herbststimmung

Mittlerweile ist es in Toronto schon ziemlich kalt geworden. Wir hatten bereits Minusgrade und leichten Schneegriesel, aber richtiger Schneefall ist bisher zum Glück ausgeblieben. Bei dem Wetter (wir hatten ja vor kurzem auch die Ausläufer des Hurrikan Sandy, welche auch ziemlich heftig waren) bleibt es natürlich nicht aus, dass wir uns mal wieder eine Erkältung eingefangen haben. Bei mir was es eine Woche ziemlich heftig und Daniel hatte auch ein bisschen mit Schnupfen und Husten zu kämpfen. Aber vorbildlich wie wir waren, sind wir natürlich zur Arbeit gegangen :-\
Im Augenblick ist die Stimmung ziemlich getrübt. Ich fühle mich auf meiner Arbeit nicht mehr so wohl und überlege nun komplett zum Four Seasons Hotel zu wechseln und Daniel wurde schon hundert Mal versprochen, dass er eine Gehaltserhöhung bekommt nur das davon dann nichts mehr auf dem nächsten Paycheck zu sehen ist. Er hat jetzt wieder angefangen Bewerbungen zu verschicken. Durch die unterschiedlichen Dienstpläne sehen wir uns auch nur Nachts und haben so gut wie nie einen Tag frei zusammen. Dadurch erleben wir im Augenblick auch nichts spannendes, da  wir aufstehen, arbeiten und abends dann spät nach Hause kommen und schlafen gehen. Das ist zur Zeit etwas verzwickt und frustrierend.
Wir hoffen nun, dass der November schnell vorbei geht und endlich ab Dezember die Vorweihnachtszeit losgeht. Am 20. Dezember kommt dann auch meine Tante zu Besuch, was auch nochmal Abwechslung ins triste Arbeitsleben bringt. Irgendwie kommt man hier viel mehr in Weihnachtsstimmung als zu Hause. Mag vielleicht auch an der Umgebung und den Temperaturen liegen. Hier gibt es nur einen kleinen Weichnachtsmarkt der auch nur zwei Wochen geöffnet hat, aber dort werden wir auf jeden Fall hingehen. Außerdem gibt es noch eine Santa Claus Parade Ende November, die wir uns auch noch ansehen wollen. Sobald dann der Dezember angebrochen ist, möchte ich das erste Mal Glühwein alleine machen und sicherlich auch einige Blecke kanadische Cookies backen ;-) Leider scheint es hier gar nicht so leckere Süßigkeiten, wie bei uns zu geben. Um ehrlich zu sein, hier gibts gar nichts weihnachtliches in den Läden (bei uns ja schon seit Ende August). Daniels Mutter hatte uns ja schonmal was mitgebracht, aber viel haben wir davon nicht mehr ;-) Das wird dann wohl das erste Jahr ohne mein geliebtes Blätterkrokant *schnief* Aber dafür ein sehr kalorienbewusstes!!!


Bisher haben wir versucht schon so viel wie möglich für unseren Trip zu buchen. Die Inseln, also Hawaii und Bahamas, haben wir schon komplett fix gebucht und in Vegas,New York und Quebec haben wir schonmal die Unterkünfte gebucht. Naja und ansonsten haben wir auch schon alle Flüge gebucht solange sie noch günstig sind. Wir freuen uns schon so sehr und können es eigentlich kaum noch erwarten loszufahren.
Am Donnerstag ist der letzte der drei Jungs (Chistian) losgefahren und wir haben ihm ein bisschen geholfen seinen Trip zu planen und wären am liebsten direkt mitgefahren. Vorerst haben wir keine neuen Mitbewohner, aber Christian hat schon geschrieben, dass er gern wieder zurück kommen möchte, da Toronto ihm so gut gefallen hat. Also Mal abwarten, wie lange wir wirklich noch allein hier sind.

Bis demnächst

Nadine und Daniel

Montag, 22. Oktober 2012

Die Reiseplanung und ihre Tücken

So, nachdem wir so lang daran rumgebastelt haben (mit Unterbrechung denn mein Vater und Daniels Mutter waren ja zu Besuch), wollen wir euch unsere Reiseplanung nicht länger vorenthalten. Anschließend möchte ich euch noch schildern, was uns in den letzten 14 Tagen bezüglich der Finanzierung und Durchführung des Ganzen in Schach gehalten hat bzw. immer noch hält.

Also hier unsere (fest) geplante Reiseroute:

  • Start am 19. März 2013 mit dem Auto Richtung Osten inkl. der Städte Ottawa, Montreal und Quebec (7 Tage)
  • Abflug am 27.3. von Toronto nach Vancouver (Aufenthalt 7 Tage inkl. Vancouver Island)
  • Ab dem 01.04. wollen wir uns dann für knapp zwei Wochen ein Wohnmobil mieten, mit dem wir dann verschiedene Orte in British Columbia und Alberta erkunden (inkl. Whistler, Wells Grey Provintialpark, Jasper, Edmonton, Calgary, Banff, Kamloops)
  • nach Abgabe des Womos in Vancouver gehts dann die Westküste der USA entlang (Seattle, San Francisco, Los Angeles, San Diego) ob mit Bus oder Auto wissen wir leider noch nicht
  • Am 24.04. fliegen wir dann nach Hawaii. Erst nach Honolulu (3 Tage) und anschließend für weitere 3 Tage nach Maui
  • Am 01.05. treffen wir dann im Spielparadis Las Vegas ein und bleiben dort 4 Nächte ;-)
  • anschließend fliegen wir für zwei Nächte nach Washington D.C.
  • Vom 8.5. bis 13.5 fliegen wir ( mein persönlicher Wunsch) auf die Bahamas und wollen dort dann endlich mal die Seele baumeln lassen
  • Am 14.5. treffen wir dann hoffentlich in New York ein und bleiben weitere 5 Nächte im Big Apple
  • Abschließend geht es nochmal nach Toronto zum Wäschewaschen ;-) und dann gehts am 21.05. auch schon nach Hause, wo wir hoffentlich wohlbehalten am 22. Mai 2013 um 11:35 Uhr in Tegel landen
Neidische Kommentare sind erwünscht ;-)

Bis auf den Heimflug und den Flug nach Vancouver haben wir aber vorerst noch nichts gebucht (obwohl es mir ja schon in den Fingern kribbelt). Der Grund dafür ist nämlich die kniffelige Angelegenheit mit der Bezahlung. Während wir beide ja eine deutsche Kreditkarte haben und von dort immer fleißig abgebucht wird, besitzen wir hier leider keine. Die Überweisung des kanadischen Geldes auf das deutsche Konto ist aber mit Transaktionskosten verbunden. Zusätzlich fallen bei jedem Auslandseinsatz Umrechnungsgebühren an. Das macht die ganze Sache teuer. Nun haben Daniel und ich uns gedacht, lass uns doch einfach eine kanadische Kreditkarte beantragen. Ja, aber so einfach ist das nicht: Ohne credit history (ähnlich der Schufa) keine Kreditkarte und ohne Kreditkarte keine credit history. Der Hund beißt sich selbst in den Schwanz. Ich hatte dann die Hoffnung wenigstens eine Art Prepaid Kreditkarte zu bekommen, aber die werden für Non-Residents (Leute,die keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis haben) überhaupt nicht gewährt.  Nach etlichem hin un her habe ich heute den Antrag für eine Kreditkarte zum zweiten Mal ausgefüllt und hoffe, spätestens nächste Woche eine zu bekommen, bei der wir einen Teil unseres Geldes als Sicherheit hinterlegen mussten. Sollte dies nicht funktionieren, müssen wir das Geld wohl doch aufs deutsche Konto überweisen. Denn langsam wollen wir auch mit dem Buchen anfangen, da die Preise bereits steigen.

Ein weiterer unerwarteter Faktor war der Greyhoundbus. Es handelt sich dabei um ein in Kanada und den USA weit verbreitetes Linienbusunternehmen, welches bis vor kurzem ein sehr gutes Angebot hatte. Das Angebot war ein Vielfahrerpass, welcher für 7, 15, 30 oder 60 Tage (je nach Wunsch) gültig war. Da Daniel und ich eine Jugendherbergsmitgliedschaft haben, hätten wir 15 Tage zum Preis von sieben Tagen fahren können. Dabei hätten wir so oft aus- und umsteigen können wie wir wollten. Nun wurde völlig unerwartet dieses Angebot zum 30. September eingestellt. Nun wissen wir leider noch nicht, wie wir diese Strecke nun überbrücken sollen. Da Daniel ja noch keine 25 Jahre ist, müsste ich dann die ganze Zeit mit dem Auto fahren, was mich prinzipiell nicht stören würde. Aber ich habe mich einfach schon sehr auf eine entspannende Busfahrt gefreut, bei der man einfach aus dem Fenster sieht, sich die Umgebung ansehen kann und schläft, wann immer man will. Außerdem müssen auch Benzin und Parkplatzkosten, die hier meist sehr hoch sind, einberechnet werden. Die Bustickets für die einzelnen Strecken zu buchen wäre natürlich teurer als mit dem Pass, es sei denn man würde sie jetzt schon buchen, allerdings müsste man sich dann bereits für feste Uhrzeiten entscheiden, zu denen man fahren möchte. Noch ein Grund warum wir schnell eine Kreditkarte brauchen ;-)
Also ihr merkt schon, dass ist alles gar nicht so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellt. Ihr könnt ja gern mal schreiben, was ihr empfehlen würdet: Auto oder Bus? (Ach so, in LA hätten wir sowieso ein Auto, da LA einfach zu weitläufig ist.)

Auf jeden Fall ist unsere Vorfreude schon sehr groß und immer wenn wir mal keine Lust mehr auf diese doofe Arbeit haben (was in letzter Zeit sehr häufig vorkommt), dann motivieren wir uns mit unserer Reise und all den schönen Dingen, die wir auf den einzelnen Stationen erleben und sehen werden.

Liebe Grüße an alle und genießt die letzten schönen Herbsttage!

Nadine und Daniel

Sonntag, 14. Oktober 2012

Daniels Mutter zu Besuch

Nun haben wir endlich mal wieder Zeit uns zu melden. Am 29. September kamen Daniels Mutter und ihr Mann zu Besuch. Da sowohl Daniel als auch ich arbeiten mussten, konnte leider keiner von uns die beiden vom Flughafen abholen. Dafür haben wir uns am nächsten Tag getroffen und sind erst einmal in einen Frozenjoghurt-Shop gegangen. Dort gibt es, wie der Name schon sagt, gefrorenen Joghurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die man dann mit allerlei Früchten und Süßigkeiten dekorieren kann. Sehr lecker! Wir hoffen, dass es sowas auch bald in Deutschland gibt. Anschließend sind wir dann zu uns nach Haus, wo wir allerlei Mitbringsel auspacken durften (bspw. Spekulatius, dicke Socken), die uns bereits auf die Winterzeit vorbereiteten sollen. Man muss auch sagen, dass es hier zunehmends kälter wird und es sich für mich bereits wie Winter anfühlt. Während Daniel und ich schon in Mänteln rumlaufen, haben die Kanadier teilweise noch kurze Hosen und Flipflops an (liegt wohl an den Genen).
Da wir beide immer sehr viel arbeiten müssen, haben wir uns ganz gezielt an zwei Tagen in der Woche frei gewünscht und ein Auto ausgeliehen, um mit den beiden Ausflüge zu machen. So startete unser erster Ausflug am 04. Oktober Richtung Niagarafälle. Zunächst haben wir noch einmal die Kleinstadt "Niagra-on-the-Lake" besucht. Leider hatten wir auch diesmal keine Zeit, das anliegende Fort George zu besichtigen. Es handelt sich um ein Schlachtfeld, auf dem im 19. Jahrhundert Schlachten zwischen den USA und Kanada ausgetragen wurden und ist definitiv empfehlenswert. Auf dem Weg zu den Fällen konnten wir bereits den wunderschönen kanadischen Herbst sehen, der seine Farbenpracht in den kommenden Wochen noch ausbreiten wird.


Nach einer Fahrt auf der "Maid of the Mist" haben wir diesmal auch die Tour "Journey behind the Falls" gemacht, bei der man direkt hinter die Wasserfälle gehen kann. Da man hier aber relativ wenig sieht, empfehlen wir eher die Tour auf der amerikanischen Seite zu machen (Grenzüberschreitung ist für 6 US$ ohne weiteres möglich). Nachdem wir noch ein wenig durch den stark an Las Vegas erinnernden Ort geschlendert sind, war es auch irgendwann schon dunkel und wir konnten die Wasserfälle, die nachts beleuchtet sind, bewundern. Auf jeden Fall ein Erlebnis!


Am Freitag ging es wieder früh raus und wir sind mit den beiden zu Walmart und in die Vaughan Mills Mall zum Shoppen gefahren. Auch Daniel und ich haben uns ein paar Teile für unsere "Winterkollektion" gegönnt ;-)
Am Abend hat es uns dann in das eine Stunde entfernte Canadas Wonderland verschlagen, einem Freizeitpark, der speziell zur Halloweenzeit Geisterhäuser aufbaut und Erschrecker im Einsatz hat. Obwohl die Darsteller einen nicht anfassen, bekommt man schon vom bloßen Laufen durch die Irrgärten und Geisterhäuser einen riesen Schreck. Wirklich gutgemacht und absolut zu empfehlen. 

                   

Am Wochenende hieß es dann für uns beide wieder arbeiten. Am Montag, dem 08. Oktober, war Thanksgiving, was übrigens einige Wochen vor den USA stattfindet, da deren Ernte, auf Grund der südlicheren Lage, später eingefahren wird. Traditional haben wir ein Thanksgivingdinner gemacht, bei dem Christopher und Jody (Vermieterin + Freund) für uns gekocht haben. Mit Christophers Kindern, unseren Mitbewohnern und Daniels Eltern waren wir elf Leute. Es hat super geschmeckt und wen es interessiert: Sogar bei diesem Gericht wurde Verwendung für Ahornsirup gefunden ;-)






Am Dienstag haben wir uns dann wieder ein Auto gemietet, weil wir eigentlich nach Kitchener zum größten Oktoberfest Kanadas wollten. Auf dem Weg dahin haben wir noch einen Abstecher nach St. Jakobs, was eine gute Stunde von Toronto entfernt liegt, gemacht. Hier leben sehr viele Mennoniten, die ihren Ursprung in Deutschland/Österreich bzw. der Schweiz haben. Dabei handelt es sich um eine Glaubensgemeinschaft, die ähnlich den Amisch ist, aber doch schon moderner und fortschrittlicher lebt. Neben dem sehr beschaulichen Ort gibt es hier allerlei hausgemachter Dinge der Mennoniten, die zum Verkauf angeboten werden. Außerdem gibt es einen sehr berühmten Farmers Market der aber leider nur Donnerstag und Samstag geöffnet hat. Außerdem haben wir noch ein bisschen die Gegend erkundet und haben die letzte überdachte Brücke Ontarios gefunden: Die "Kissing Bridge".

Mein Lieblingskürbis ;-)




Auf der Kissing Bridge
Im Anschluss sind wir nach Kitchener auf das Oktoberfest gefahren, was leider der totale Reinfall war. Wir waren ja bereits nachmittags da und vor 19 Uhr passiert da mal gar nichts. Des Weiteren ist da eigentlich auch nur was am Wochenende los. Daniel und ich haben dann ein schlecht gemachtes Schnitzel mit trockenem Sauerkraut gegessen (kann in keinster Weise mit der deutschen Variante mithalten) und haben dann im Rathaus einem Huldigung für deutsche Pioniere zu gesehen. Das wars, also nix spannendes. Da wir abends noch essen gehen wollten, konnten wir leider nicht bis zum eigentlich Gaudi bleiben.



Am Abend waren wir in Daniels Restaurant essen und haben uns nochmal so richtig den Bauch voll geschlagen (Thanksgiving war ja immerhin schon einen Tag her). Lecker wars :-)
Am Mittwoch haben wir Daniels Eltern und ich dann nochmal die Geschäfte unsicher gemacht und Donnerstag gings dann auch schon wieder nach Haus für die beiden. Wir hatten eine spannende und ereignisreiche Zeit mit den beiden.

Morgen haben Daniel und ich zum Glück einen gemeinsamen freien Tag, den wir für die ersten Flugbuchungen unserer Reise nutzen wollen. Davon und von unserer ausführlichen Reiseroute gibts dann beim nächsten Mal mehr.

Gruß

Daniel und Nadine