Samstag, 25. August 2012

Eine unschöne Woche geht zu Ende


Diese Woche war wirklich in vielerlei Hinsicht unschön. Aber beginnen wir von Vorne.
Daniel und ich hatten mal wieder nur einen gemeinsamen freien Tag. Um genau zu sein, war Donnerstag Daniels einziger freier Tag innerhalb von eineinhalb Wochen. Wir haben uns vorgenommen die „CNE“, eine Messe auf dem Messegelände Toronto, zu besuchen. Da wir versuchen noch so viele Dinge vor Ende der Saison zu besichtigen (Saisonende ist der 30.09.), müssen wir uns langsam beeilen. Aber natürlich hat uns die Arbeit wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daniel wurde angerufen, dass er für eine kranke Kollegin einspringen muss und damit war unser gemeinsames frei futsch. Fürs nächste Mal müssen wir es wohl so handhaben, wie man es zu Ausbildungszeiten gelernt hat: Wenn man die Nummer nicht kennt, sollte man an seinen freien Tagen nicht ans Telefon gehen ;-)
Wir waren beide ziemlich enttäuscht und sauer, da Daniel schon häufiger in solchen Fällen eingesprungen ist. Da unser gemeinsamer Tag also schon fast wieder gelaufen war, da Daniel bald los musste, haben wir noch einen Probeaufbau unseres Zeltes vorgenommen. Eigentlich ist es vielmehr Jodys Zelt, welches wir für unseren Campingausflug in einer Woche benutzen wollten. Leider mussten wir feststellen, dass das eine Zelt ein Loch im Dach hatte und das andere Zelt eher für eine Person ist (wenn überhaupt). Also mussten wir uns nun auch noch Gedanken um ein neues Zelt machen. Bis jetzt haben wir es auch noch nicht, aber eine ganz liebe Kollegin von mir hat uns sowohl ein Zelt als auch Schlafsäcke zugesichert.
Dann passierte eigentlich das schlimmste diese Woche. Daniel hat sich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Wie immer ist er ganz langsam, in weiser Voraussicht, mit dem Fahrrad über den Zebrastreifen gerollt. Hier warnen die Autofahrer auch blinkende Lichter über dem Überweg. Alle Autos haben auch angehalten bis auf eins. Daniel hat das registriert ist schneller geworden, die Fahrerin hat ihn aber trotzdem ziemlich hart am Hinterrad erwischt, so dass er über die komplette Motorhaube geflogen ist und dann auf die Straße geknallt ist. Zum Glück ist ihm nichts passiert und er hat nicht mal eine Schramme. Dennoch hatte er einen ziemlichen Schock. Die Fahrerin hat zwar angehalten, wollte aber erst alle Schuld auf Daniel schieben. Letztendlich hat sie die Schuld eingestanden und die beiden haben Nummern ausgetauscht, da sie die Reparatur des Fahrrads übernehmen wollte. Leider war Daniel nicht so geistesgegenwärtig (verständlich durch den Schock) und hat die Polizei gerufen oder sich gar Telefonnummern von Zeugen geben lassen. Wir haben dann gestern gleich das Fahrrad zur Reparatur gebracht und ich werde es dann heute vor der Arbeit abholen, aber wie ich erwartet habe meldet sich die Unfallfahrerin nicht wegen der Kosten zurück. Wir haben sie mehrmals versucht zu erreichen, leider ohne Erfolg. Daher werden wir ihr wohl eine letzte Nachricht auf die Mailbox sprechen, wo wir mit einer Anzeige der Polizei drohen, wenn sie nicht zahlt. Leider haben wir ja nicht viel in der Hand, so dass mir bald schwant, dass wir auf den Kosten sitzen bleiben. Wir werden berichten.

Eine weitere irgendwie traurige Sache war heute der Abschied von Henry und Ines. Die beiden kamen gestern von ihrer großen Reise zurück und heute nachmittag ging ihr Rückflug nach Berlin. Da wir gestern Abend beide arbeiten mussten und die beiden schon geschlafen haben, sind wir heute etwas zeitiger aufgestanden um uns noch ein paar Bilder und Details der Reise zeigen und erzählen zu lassen. Der Abschied war dann doch relativ schnell, da Jody die beiden zum Flughafen bringen wollte, bevor sie mal wieder zu einer Einladung musste. Dabei waren noch so viele Dinge, die ich gerne gehört und erfragt hätte. Irgendwie war es schon ein seltsames Gefühl, da wir ja doch eine Weile zusammen gewohnt haben und ich mich besonders mit Ines gut verstanden habe. Außerdem habe ich mal wieder richtig realisiert, dass es auch für uns in ein paar Monaten soweit sein wird. Man lebt eine lange Zeit mit Menschen zusammen, die man lieb gewonnen hat,  in einer Umgebung, die man für ein Jahr sein zu Hause nannte, und dann kommt die große Reise, auf die man so lang hingearbeitet hat, und dann ist die Zeit auch schon wieder um und es geht nach Hause. Ich denke, dass wird ein sehr aufregender aber auch emotionaler Abschied, auch wenn es jetzt noch so weit weg scheint.
Vielleicht scheint es uns auch nur schon so nah zu sein, weil wir uns zur Zeit in der heißeren Planungsphase für unseren Trip und damit auch dem Rückflug befinden. Zur Zeit peilen wir noch immer den 22. oder 23. Mai als Rückflugtag an. Also wir wären dann jeweils einen Tag später in Berlin, aber noch ist nichts gebucht. Es ist irgendwie schwierig soweit in die Zukunft zu planen, da wir ja auch nicht ohne Geld in Toronto sitzen und auf unseren Rückflug warten wollen. Aber dazu mehr, wenn etwas fix gebucht ist.

Am 31. August kommt auch schon mein Vater und seine Freundin, mit denen wir dann unseren Campingtrip im Algonquin Park starten. Die Busticket für unsere Rückfahrt haben wir bereits, so dass es eigentlich losgehen kann. Wir freuen uns schon sehr. Neues gibt es dann also erst im September.

Liebe Grüße an alle und macht euch keine Sorgen!

Daniel und Nadine

Samstag, 18. August 2012

Cedarpoint

Am Dienstag (14.8.) sind wir um 5 Uhr aufgestanden und haben uns morgens kurz nach 6 Uhr auf den Weg nach Ohio/USA gemacht. Unser Ziel war Cedarpoint in Sandusky, der Freizeitpark mit den größten und schnellsten Achterbahnen der Welt.


Da es mein erstes Fahrerlebnis mit einem Automatikauto war, war ich zunächst etwas nervös, was sich aber sehr schnell legte. Bereits nach ca. eineinhalb Stunden waren wir an der Grenze angekommen. Ganz selbstverständlich sind wir zu dem Grenzbeamten gefahren, doch der hat uns erstmal unsere Pässe weggenommen und gesagt, wir sollen zu seinen Kollegen rüber fahren. Da ist uns das Herz aber erstmal in die Hose gerutscht. Wir sind dann quasi im Niemandsland gewesen; außerhalb Kanadas aber auch noch nicht in den USA. Nachdem man uns da eine Weile warten lassen hat, wurden wir aufgerufen. Da ich ja das B-Visum (Touristen Visum für die USA) hatte, stellte eigentlich nur Daniel das Problem dar. Ich hatte ihm extra das ESTA-Visum besorgt, aber, wie wir dann herausgefunden haben, gilt dieses nicht für den Landweg. Also mussten wir nochmal 6 Dollar bezahlen, haben beide einen Stempel bekommen und dann ging es auch schon weiter. Das ganze hat uns ca. 40 Minuten gekostet. Um ca. 13.30 Uhr sind wir dann an unserem Hotel eingetroffen. Da die Zimmer leider noch nicht fertig waren, haben wir unsere Badesachen gepackt und sind direkt nach Cedarpoint gefahren. Wir haben einen "Slide and Ride Ticket" gekauft mit dem wir an zwei Tagen zwischen dem angrenzenden Wasserpark und dem Freizeitpark pendeln konnten.
Wir liefen zunächst durch den Park und anschließend am Strand entlang, wo der Eingang zum Wasserpark war. Als wir dann in Soak City waren (so heißt der Wasserpark) mussten wir feststellen, wenn du erstmal drin bist, dann zahlst du richtig. Wir wollten unsere Sachen in einem Schließfach einschließen und mussten dann erstmal ganz schön schlucken, denn nur das Schließfach kostete bereits 15 Dollar. Das war ganz schön viel und jeder der schon mal in einem Wasserpark war, weiß das man seine Sachen ja irgendwo lassen muss. Wir haben uns umgezogen und sind erstmal ein paar Rutschen getestet. Es war ein bisschen bedeckt und windig, aber zwischendurch kam die Sonne auch mal durch. Außerdem war das Wasser beheizt und daher ganz angenehm. Als Daniel dann kalt wurde haben wir uns langsam umgezogen und sind etwas Essen gegangen. Natürlich war das Essen nicht so billig, aber immer noch billiger als die Schließfächer :-)
Anschließend gingen wir zu den Wasserbahnen und Daniel hätte nicht gedacht das man sooo nass wird. Wir dachten uns, da wir sowieso schon nass sind, können wir jetzt auch noch mit den Rafting Booten fahren. Wir wunderten uns, dass alle Ihre Schuhe davor ausgezogen haben, also haben wir das auch einfach gemacht. Das war auch besser, was wir im Nachhinein feststellten, denn irgendwann kam ein Wasserfall der direkt ins Boot hinein floss. Zum Glück saßen wir mittig, so dass wir nicht ganz so nass wurden.
Nachdem wir mit den Wasserbahnen erstmal die ruhigeren Attraktionen gefahren sind, schleppte mich Daniel direkt in die zweithöchste Achterbahn im ganzen Park. Die "Millennium Force" ist ca. 95 Meter hoch und erreicht eine Geschwindigkeit von 150 km.

Millennium 1

Wie man auf dem Bild sieht, ist das wirklich ziemlich hoch, so dass ich mir aus Angst wirklich fast in die Hosen gemacht hätte. Aber ich habs überstanden. Anschließend sind wir noch einige Holzachterbahnen gefahren und haben ein bisschen den Park erkundet. Am Abend haben sind wir dann gegen 9:30 Uhr aus dem Park Richtung Hotel aufgebrochen, aber natürlich nicht ohne noch vorher leckere Zuckerwatte zu essen ;-)



Am nächsten Morgen sind wir dann in ein Dinner gefahren und haben da lecker gefrühstückt. Der Service und das Essen waren wirklich so gut, dass wir beschlossen haben am Donnerstag dort nochmal Essen zu gehen.



Anschließend sind wir wieder in den Park gefahren. Zunächst haben wir uns gleich mal an einer der höchsten Achterbahn der Welt "Top Thrill Dragster" angestellt. Sie ist 122 Meter hoch und beschleunigt auf knapp 200 km in 4 Sekunden. Das war mir dann doch etwas zu viel, so dass nur Daniel gefahren ist.


Da wir sehr schönes Wetter hatten, konnten wir nahezu alles fahren. Auch die Wasserbahnen haben wir nochmal besucht, diesmal aber mit Badesachen. Anschließend sind wir nochmal in den Wasserpark gegangen. Leider fing es dann gegen 18:30 Uhr ganz stark an zu regnen. Aus Sicherheitsgründen wurden dann einige Bahnen geschlossen und auch nicht wieder geöffnet. Daher haben wir leider eine von den ganz tollen Bahnen verpasst. Dennoch hatten wir einen sehr schönen zweiten Tag, den wir auf dem Riesenrad ausklingen lassen haben.


Am nächsten Morgen ging es dann nach einem leckeren Frühstück wieder nach Hause. Wir hatten drei aufregende aber auch anstrengende Tage in Sandusky und können den park nur weiter empfehlen. Alle Schnappschüsse findet ihr ab morgen wieder als Diashow in der Kategorie Bilder.

Viele Grüße

Nadine und Daniel

Samstag, 4. August 2012

Das Caribana Wochenende

Für alle die es noch nicht wussten (wir wussten es auch nicht): Dieses Wochenende ist in Toronto Caribana Wochenende. Das Caribana Festival ist das größte karibische Karnevals Festival Nordamerikas. Das heißt, die Stadt steht Kopf und überall finden Partys und Straßenfeste statt, die Menschen sind verkleidet, wie beim Karneval in Rio und das ganze findet bei 30 Grad im Schatten statt.
Leider müssen Daniel und ich dieses lange Wochenende (ja der Montag ist auch noch frei) arbeiten bzw. haben nicht wirklich zusammen frei, so dass wir das ganze Schauspiel gar nicht zusammen erleben können. Dafür waren wir am Freitag nach der Arbeit noch etwas mit Kollegen trinken, was auch sehr lustig war. Vor allem sieht man mal wieder, wo sich in Toronto überall Clubs auftun, die man im Hellen gar nicht wahrnimmt.
Am Sonntag ist Daniel dann noch zu einem BBQ bei einem Kollegen eingeladen, wo ich leider auch nicht mit kann, da bei mir auf Arbeit eine große Hochzeit stattfindet.

Die Arbeit macht uns noch Spaß, dennoch gibt es schon jetzt sehr viele Dinge, die nervig sind. Wir sind sehr froh, wenn wir wieder in Europa arbeiten dürfen. Speziell die deutschen Tugenden sind doch sehr viel wert. Häufig ist es eher so, dass die Kanadier Dinge einfach anders machen. Wenn wir es dann etwas nach der Europäischen Variante machen, (so wie wir es einfach während unserer Ausbildung gelernt haben) wird meistens gesagt "Das ist falsch". Man fühlt sich dann häufig sehr dumm, obwohl man weiß, dass es eigentlich nicht falsch war was man gemacht hat. Aber wir wissen ja, wofür wir das hier machen.

Diese Woche haben wir unser großes Zimmer geräumt und sind in das kleinere und günstigere Zimmer gezogen, da (wahrscheinlich morgen) ein griechischer Professor in das große Zimmer zieht. Der Umzug war gar nicht so einfach, da wir viel zu viele Sachen und nur einen kleinen Schrank hatten um diese zu verstauen. Nun ja, es ist zwar alles sehr gequetscht, aber irgendwie haben wir doch alles rein bekommen. Die Herausforderung besteht jetzt darin, sich von einem 1,80m Bett auf ein 1,40m Bett umzugewöhnen. Nun werden wir erst einmal für einen Monat den Professor als unseren Mitbewohner haben und anschließend werden wir wohl mit Jody zusammen einen neuen Mitbewohner suchen.
Nun geht auch die schöne Zeit zu Ende, wo wir das Haus für uns haben. Am Montag kommt dann auch Jody für zwei Nächte zurück. Sie wird uns dann in ihr Auto einweisen, so dass wir dann am 14. ganz beruhigt nach Cedarpoint fahren können.

Übrigens hatte ich am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch im Four Seasons Hotel als Bankett Server. Das Hotel eröffnet am 5. Oktober neu und es werden noch viele Stellen besetzt. Ich hatte die Bewerbung vor einer Ewigkeit geschrieben und hab gar nicht mehr mit einer Antwort gerechnet. Auf jeden Fall ist es so gut gelaufen, dass ich nochmal für nächsten Donnerstag eingeladen bin. Dann habe ich ein Gespräch mit der Hoteldirektion. Ich bin sehr gespannt. Vielleicht werde ich dann nochmal den Job wechseln, da die Chance wirklich gut ist und wir zusätzliches Geld gut für unsere Reisepläne gebrauchen können.

Weil es mittlerweile so viele Orte gibt, die wir gern besichtigen würden, fangen wir jetzt langsam mit der Grobplanung der Reise an. Wie viele Kilometer legt man zurück, wie viel kosten die Hotels und was möchte man eigentlich vor Ort sehen? All diesen Dingen und mehr widmen wir uns ab und an in unserer Freizeit, so dass wir dann im März auch wirklich startklar sind.

Das nächste Mal versuchen wir noch einen Bericht von unserem Baseballspiel zu posten, welches demnächst ansteht.

Viele Grüße

Daniel und Nadine

Mittwoch, 25. Juli 2012

Toronto bzw. Kanada als Reiseziel

Nachdem "Summerlicious" vorbei ist haben Daniel und ich wieder ein bisschen weniger auf Arbeit zu tun, so dass ich nun endlich auch mal wieder zum Schreiben komme. Heute möchte ich mal einen Beitrag für die Familie Engel schreiben, die eventuell planen mit ihren Kindern nach Kanada zu kommen. Also versuche ich mal, dass ganze aus Kindersicht zu betrachten.

Zunächst einmal haben wir festgestellt, dass die Kanadier sehr offen und generell freundlich eingestellt sind. Da Kanada ein Immigrationsland ist, trifft man hier auf die verschiedensten Nationalitäten, vor allem in den Großstädten. Man merkt das die Menschen nicht so engstirnig gegenüber anderen Kulturen eingestellt sind, wie in Deutschland. Das wird den Kindern hier schon ab dem Kindergarten beigebracht.
Auch ansonsten sind die Menschen hier sehr hilfsbereit und sind häufig sehr interessiert daran, was man als Tourist hier so macht. Auch wenn Toronto manchmal so hecktisch ist wie New York, sind die Menschen hier doch sehr kinderfreundlich.
Die Saison hier in Toronto beginnt am 1. Mai und endet am 30. September. Dies scheint auch die Hauptreisezeit zu sein. Außerhalb dieser Zeit findet natürlich auch Tourismus statt, viele Dinge haben aber geschlossen bzw. werden nur in der Saison angeboten.
Ansonsten gibt es direkt in Toronto und Umgebung neben Stadtbesichtigung, Shopping etc. folgende Dinge, die auch für Kinder interessant sind:

1. Canadas Wonderland; ein großer Freizeitpark am Rande Torontos für groß und klein
2. Toronto Islands; man kann dort baden gehen, Frisbee spielen, Rad fahren und es gibt einen kleinen Zoo
3. Centreville Amusementpark; liget auch auf den Islands und ist ein kleiner Freizeitpark nur für Kinder
4. Niagara Fälle; dort gibt es eine Straße, wo nur kleine Casinos etc. für Kinder sind, außerdem gibt es dort eine Schmetterlingsausstellung
5. Ontario hat sehr viele kleine Seen und Parks (teilweise Nationalparks); also super zum Wandern oder Kanu fahren
6. Zoo Toronto; waren leider noch nicht selbst da
7. Science Centre; das ist so ähnlich wie in Berlin das Spektrum, also viel zum selber ausprobieren

Ähnlich wie in Deutschland gibt es hier auch viele Spielplätze, die sich allerdings eher außerhalb von Downtown befinden. Besonders cool ist aber, dass die Schulen auch Spiel- und Sportplätze haben, die während der Ferienzeit bzw. wenn die Schule geschlossen hat für die Bevölkerung geöffnet sind.

Generell würde ich mindestens einen Aufenthalt von 14 Tagen und länger empfehlen, da man die ersten 2-3 Tage doch mit dem Jetlag zu kämpfen hat. Außerdem bietet es sich an ein paar Tage in Toronto zu bleiben und dann ein Auto oder noch besser ein Wohnmobil zu mieten und damit das Land zu erkunden. Generell ist es nicht mal verboten sein Wohnmobil etwas am Rande der Straße oder einem Parkplatz abzustellen und dort zu übernachten. Kanada bietet aber auch viele und günstige Campingplätze.
Während der Osten mit Montreal und Quebec (Achtung: hier wird nur Französisch gesprochen!) sehr europäisch sein soll, werden im Westen mit Vancouver und Umgebung die Stadt und die Natur durch die Rocky Mountains vereint. Der Westen soll auch sehr schön sein und bietet sich vor allem für Rundreisen und Kurztrips in die USA an.
Aber man sollte beachten, dass die unterschiedlichen Provinzen unterschiedlich besteuert werden. Da sowohl in Kanada als auch den USA die Preise immer ohne Mehrwertsteuer angegeben sind, kommt häufig an der Kasse ein kleiner Schock. Die MwSt. beträgt in Toronto 13% und Vancouver meines Wissens nach 12,5%, wobei in Vancouver die Preise noch ein bisschen höher sein sollen als in Toronto. Generell sind die Metropolen in allem etwas teurer als die ländlicheren Gegenden. Bevor man sich für eine Seite des Landes entscheidet (denn man schafft nicht den kompletten Osten und Westen innerhalb eines Urlaubes), sollte man auch an die Zeitverschiebung denken, die vor allem für Kinder sicherlich nicht ganz einfach zu verkraften ist (6h Toronto und 9h Vancouver).
Da wir ja zunächst erstmal nur von Toronto und Umgebung berichten können, kann ich nur empfehlen noch ein paar Reiseführer zu lesen, damit ihr wisst, was euch wirklich interessiert. Ansonsten posten wir natürlich noch einiges von unseren weiteren Trips. Solltet ihr noch weitere Fragen haben, hinterlasst einfach ein Kommentar und wir beantworten gern eure Fragen.

Bis dahin einen lieben Gruß

Daniel und Nadine

Samstag, 14. Juli 2012

Nadine's Mutter in Toronto (Teil 2)

Da wir während des Besuches meiner Mutter auch immer abwechselnd arbeiten mussten, blieb an manchen Tagen auch nicht so viel Zeit für Unternehmungen. Meistens sind wir dann nach oder vor der Arbeit in umliegenden Parks spazieren gegangen (bspw. dem High Park, dessen Bilder ihr in der Diashow von Teil eins sehen könnt) oder wir waren häufig am Wasser und haben uns gesonnt.
Am Dienstag dem 3. Juli sind meine Mutter und ich mit dem Shuttlebus (fährt übrigens nur von Mai bis September) nach Vaughan Mills gefahren. Dafür, dass ich sie erst ein bisschen überreden musste, haben wir aber ganz schön viel geshopt und die 5 Stunden sind wie im Flug vergangen.
Am Mittwoch war es dann endlich soweit: Wir sind zu den Niagarafällen gefahren. Die Tour, die ich über STA Travel gebucht hatte, beinhaltete eine Weinprobe des hier angebauten und berühmten Eisweins, einen Aufenthalt in der Kleinstadt Niagra on the Lake und eben ein Aufenthalt an den Niagarafällen inkl. einer Tour mit dem berühmten Boot "Maid of the Mist". Zunächst sind wir zu den Weinanbaugebieten gefahren und haben bei 30 Grad im Schatten vormittags 11 Uhr verschiedene Weine verkostet. Mehr brauch ich glaube ich dazu nicht sagen. Anschließend sind wir zu der Kleinstadt Niagra on the Lake gefahren, die zwar sehr touristisch, aber dennoch wunderschön und niedlich ist. Leider war die Zeit sehr knapp, so dass wir es nur in eine kleine Bäckerei und in ein paar Läden auf der Hauptstraße geschafft haben. Nach einer kurzen Fahrt entlang an historischen Schauplätzen und einem kurzen Stop an der Blumenuhr und dem größten Whirlpool der Welt, kamen wir endlich an den Niagarafällen an.


Bereits bei der Hinfahrt konnte man sehr gut Amerika sehen (liegt ja quasi auf der anderen Seite). Als wir dann ausstiegen, erblickten wir zunächst die amerikanischen Fälle, die auch sehr spektakulär sind. Die kanadischen Fälle (Horseshoe Falls genannt) sind aber noch viel atemberaubender. Wir sind dann gleich zum Boot und haben dort diese wunderschönen blauen Regenponchos bekommen. Nach der Fahrt wollten wir eigentlich noch die Journey behind the falls (eine Tour, die hinter den Wasserfällen entlang führt) machen, leider war diese aber zu voll, so dass einfach nur an den Fällen entlang spaziert sind. Zum Abschluss sind wir dann noch in die kleine Casinostadt gegangen, die wirklich wie ein kleines Las Vegas aufgebaut ist.  Insgesamt war es ein schöner Tag, auch wenn die Zeit leider viel zu kurz bemessen war.




Donnerstag war ich dann noch einmal mit meiner Mutter auf den Islands. Es war zwar warm und ich war einmal im Ontario Lake baden, aber, da es bedeckt war, einfach nicht das perfekte Strandwetter.
Am Samstag musste ich mal wieder erst abends arbeiten, so dass wir tagsüber zum St. Lawrence Market (eine große Markthalle wo sämtliches Obst, Gemüse, Fleisch etc. verkauft werden) gegangen sind. Samstag ist hier auch immer ein großer Bauernmarkt, wo die Bauern aus den umliegenden Gegenden ihr angebautes Gemüse und Obst verkaufen. Die Qualität der Lebensmittel ist sehr gut und vor allem ist es günstig. Wir haben uns dann mit Fleisch und Gemüse für unser Abschieds-BBQ am Sonntag eingedeckt. Sonntag waren dann nur meine Mutter, Ines (unsere Mitbewohnerin) und ich beim BBQ. Alle anderen waren arbeiten. Zur Feier des Tages haben wir uns noch eine kleine Schwarzwälderkirschtorte gekauft und haben es uns gut gehen lassen. 
Am Montag Abend habe ich meine Mutter zum Flughafen gebracht und damit gingen zwei spannende und ereignisreiche Wochen zu Ende. Ein paar Eindrücke von den Niagarafällen findet ihr in einer weiteren Diashow.


Montag, 2. Juli 2012

Nadine's Mutter in Toronto (Teil 1)

Am 26. Juni ist meine Mutter gut und ohne weitere Komplikationen in Toronto gelandet. Auch die Einreise war kein Problem und das obwohl sie kein Wort Englisch spricht. Am nächsten Tag musste Daniel arbeiten, so dass wir nur zu zweit die Stadt erkundet haben. Da sie aber sehr mit dem Jetlag zu kämpfen hatte, haben wir es erst einmal ruhig angehen lassen. Am Donnerstag hatte Daniel dann auch frei und wir haben mit einem Hop-on-Hop-off Bus eine Sightseeingtour durch die Stadt gemacht. Anschließend haben wir Casa Loma, ein ehemaliges privates Schloss, besichtigt. Die meisten werden es zumindest vom Sehen kennen, denn hier wurden die X-Men Filme gedreht.


Anschließend wollten wir uns das Deutschlandspiel angucken. Leider waren aber alle Plätze in den umliegenden Sportbars besetzt. Wir haben uns dann dazu entschlossen, die kleine Bootstour, die in den Sightseeing-Tickets inkludiert war, vorzeitig zu machen. Die Tour ging über den See und führte an den Islands vorbei. Nach der Bootstour sind wir noch in Chinatown gewesen und haben uns leckeres Obst gekauft. Hier ist einer der wenigen Orte in Toronto, wo man Lebensmittel sehr günstig bekommt und vor allem frisch.
Am Freitag war auch wieder sehr schönes Wetter, also sind wir nach Toronto Island gefahren. Dort haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind die Insel mit dem Fahrrad abgefahren. Nachdem wir uns ein schattiges Plätzchen gesucht haben, waren wir auch mit den Füßen im Ontario Lake. Leider musste ich schon früher fahren, da ich abends noch arbeiten musste.
Da wir hier jeden Tag mindestens 30 Grad haben und kein Regen in Sicht ist, sind wir oft am Hafen um uns von der Brise ein bisschen abzukühlen zu lassen. Da Daniel und ich das ganze Wochenende arbeiten mussten, haben wir meistens nach der Arbeit etwas unternommen. Gestern war Canada Day und es waren viele Paraden in der Stadt. Da auch die Pride Parade (eine Parade der Homosexuellen) statt fand, herrschte ein sehr buntes Treiben in der ganzen Stadt. Wir sind so gegen 21 Uhr auf den CN-Tower, Torontos Wahrzeichen, gefahren. Von da aus konnten wir super Fotos bei Tag und Nacht machen und die Feuerwerke beobachten.




Da wir in letzter Zeit schon sehr viel gesehen und erlebt haben, haben wir nochmal eine Diashow von unseren bisherigen Besichtigungen hochgeladen. Viel Spaß beim anschauen.
In zwei Tagen geht es dann für uns an die Niagara Fälle, worauf wir uns auch schon sehr freuen. Da wir so viel unterwegs waren und sind, hatten wir leider noch keine Zeit auf Mails zu antworten, was wir aber demnächst nachholen.

Bis demnächst

Daniel und Nadine

Donnerstag, 21. Juni 2012

2. Jobangebot und Vaughan Mills Outlet

Mein zweites Probearbeiten am Montag verlief leider nicht so schön, wie ich es mir eigentlich erhofft habe. Der Laden war noch unorganisierter als alle anderen zuvor und es fühlte sich auch keiner so richtig in der Lage mir etwas zu erklären. Derjenige, der für mich zuständig war, war zudem noch sehr unfreundlich. Ich hab das ganze aber sehr locker genommen und war eigentlich am Ende auf das Gespräch mit dem Manager gespannt. Da das Restaurant aber im Financial District liegt (also da, wo alle Banken und Büros sind) gibt es über den Nachmittag kein Essen und alle Kellner und Manager gehen nach Hause. Dass heißt, am Ende meiner Schicht war noch nicht einmal jemand da um mit mir über Gehalt, Arbeitszeiten usw. zu sprechen. Da war ich echt sauer. Ich habe hier zwar den Eindruck, sobald man erst einmal ein Probearbeiten hat und sich dann nicht ganz dumm anstellt, hat man auch gleich den Job, dennoch hätte ich mich über ein Gespräch sehr gefreut. Wir sind dann so verblieben, dass ich am Dienstag um 11 Uhr noch einmal wieder kommen sollte, da dann angeblich der Zuständige für die Einstellung von Foodrunnern da sein sollte. Auf dem Weg nach Hause habe ich mir dann schon überlegt, dass ich lieber in Mildred's Temple Kitchen arbeiten möchte, wo ich ja am Samstag bereits das Probearbeiten hatte.
Als ich zu Hause angekommen war (Daniel hatte zum Glück frei), musste ich mit Daniel erst einmal alle Vor- und Nachteile abwägen und fragen, ob es für ihn ok sei, wenn ich zunächst nur Teilzeit arbeite. Nachdem wir uns dann für Mildred's Temple Kitchen entschieden haben, habe ich dort angerufen. Die Managerin, mit der ich auch das Vorstellungsgespräch hatte, hat sich sehr gefreut und meinte dann auch zu mir, da ich in Deutschland ja bereits Serviceerfahrungen habe möchten sie mich auch zum Server ausbilden. Das fand ich natürlich super! Ich bin so froh, dass wir/ich uns für dieses Restaurant entschieden haben, da die Kollegen echt nett zu sein scheinen, die Arbeit mir Spaß gemacht hat und es so super nah an unserem zu Hause ist. Meine erste Schicht ist dann Freitag und Samstag Abend.

Dienstag habe ich mich dann mit Kathleen und Thomas (Verwandte von Nadine) getroffen. Daniel konnte leider nicht mit, da er arbeiten musste. Zunächst sind wir ins Hard Rock Café gegangen und haben dort leckeren Cheescake gegessen. Anschließend sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, da Kathleen noch nie in Toronto war. Ich habe ihnen dann den Queenspark, die Universität und den Kensington Market gezeigt. Auf dem Kensington Market haben wir dann auch bei Big Fat Burrito gegessen, was wirklich sehr empfehlenswert ist. Am Freitag starten die beiden ihre Rundreise und kommen dann am 6. Juli wieder nach Toronto, wo sie sich dann auch noch einmal mit meiner Mutter zum Lunch treffen wollen.











Am Mittwoch hatte Daniel dann wieder frei. Da es 33 Grad waren, wollten wir irgendetwas drinnen machen, wo es klimatisiert ist. Also haben wir uns entschlossen nach Vaughan Mills ins Outlet zu fahren. Im Shuttlebus haben wir dann festgestellt, dass unsere Busfahrerin Deutsche Wurzeln hat und sie hat sich dann auch gleich auf Deutsch mit uns unterhalten. Es ist immer sehr lustig festzustellen, wie viele Menschen hier doch eigentlich Deutsche Wurzeln haben und immer noch Deutsch sprechen.
In Vaughan Mills angekommen haben wir mal wieder was im Fast Food Court gegessen, was aber nicht so lecker und so groß ist wie im Eaton Centre. Anschließend haben wir die Mall erkundet und waren fleißig shoppen. Daniel hat sich neue Schuhe gekauft, die ein echtes Schnäppchen waren und für mich ist eine Arbeitshose und ein Rucksack rausgesprungen. Unser Highlight war ein Outdoor Laden, der Equipment für alle Möglichen Sportarten verkaufte, bspw. jagen, campen, Kanu fahren, angeln usw. (Bilder siehe unten) Da wir schon langsam mit der Grobplanung unseres Trips anfangen haben wir schon mal geschaut, was man denn so alles kaufen kann. War sehr interessant!
Zum Ende haben wir dann noch die kanadische Variante des deutschen Kaffee und Kuchen bei Starbucks gemacht, wo Daniel wie immer seinen klebrigen Puffreis mit Marshmallow-Geschmack gegessen hat.








Somit ist die Woche nun auch schon fast wieder um. Wir treffen noch Vorbereitungen für die Ankunft meiner Mutter und werden dann wohl nächste Woche von unseren ganzen Sightseeing Aktivitäten berichten.

Liebe Grüße an alle Leser und viel Spaß beim Fußball gucken.

Daniel und Nadine