Dienstag, 24. April 2012

Das Hostelleben

Nachdem ich gestern/heute noch heftige Diskusionen mit dem Australier bezüglich der Bezahlung hatte, haben wir heute den PC von der Reperatur abgeholt. Er hat 150 CAD und ich immerhin noch 105 CAD bezahlt. Das war das einzige was ich noch rausschlagen konnte, sonst hätte er gar nicht gezahlt. Ich war verständlicherweise den ganzen Tag ziemlich sauer. Das waren mal eben so für nichts 80 Euro, die doch ein ziemliches Loch in meine Reisekasse reißen. Mittlerweile hab ich mich wieder beruhigt und bin froh meinen PC wieder zu haben.

Nun zu etwas angenehmeren Themen: Damit ihr mal seht, wie ich hier so lebe und wie das Hostelleben so ist, kommen hier ein paar Bilder und Beschreibungen. Ich schlafe in einem 6 Bettzimmer. Es ist ein reines Mädelszimmer, aber es gibt auch gemischte Zimmer mit bis zu 10 Betten. Wir haben ein Bad mit einer Badewanne in unserem Zimmer. Da in meinem Zimmer 2 Mädels leben, die auch im Hostel arbeiten und dementsprechend viel Zeug haben, sieht unser Raum wahrscheinlich echt am schlimmsten aus. Das wurde mir von Jungs aus einem 10 Bettzimmer bestätigt. Aber seht selbst:











Am Anfang war ich auch sehr geschockt, aber man gewöhnt sich an alles. Ich verstehe mich mit den Mädels auch sehr gut. Was allerdings sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist das ständige ein- und ausziehen von Leuten. Ich hatte jetzt bereits in kürzester Zeit diverse Mitbewohnerinnen, die ich teilweise nicht mal zu Gesicht bekommen habe, da ich häufig schon geschlafen habe, wenn diese angekommen sind.
Da das Hostel zur Zeit sehr voll ist, sind auch sehr viele Deutsche da. Ich spreche also auch noch sehr viel Deutsch hier, was natürlich eigentlich nicht der Sinn ist. Zur Zeit unternehme ich sehr viel mit einem Deutschen und einem Briten, die beide genauso lang wie ich im Hostel bleiben. Wir sind momentan dabei unsere Lebensläufe, hier resumé genannt, aufzubessern und uns jeweils eine neue Bleibe zu suchen. Abends kochen wir dann häufig zusammen in der Hostelküche, da hier doch alles sehr teuer ist und wir so Geld sparen. Das ist unsere doch ziemlich gut eingerichtete Küche:


Ich habe heute noch um zwei Nächte verlängert, so dass ich nun offiziell am 02. Mai ausziehen muss. Damit bin ich vielleicht noch ein bisschen auf der sicheren Seite, da es sich doch als schwierig erweist ein passendes Apartment zu finden. Morgen geht es dann ganz fleißig auf Wohnungs-/Arbeitssuche.
Seitdem ich hier bin, ist die Zeit quasi verflogen und nun muss ich doch langsam aktiv werden und mal einige Erfolge nachweisen. Daniel hat schließlich hohe Erwartungen wenn er herkommt ;-)
Ich gebe mein Bestes und melde mich wieder.

Gruß aus dem kalten, verregneten Toronto

Montag, 23. April 2012

Zwangslaeufige Unterbrechung

Hallo ihr Lieben, mir hat heut ein Australier mit einer Billiardkugel den Bildschirm meines Laptops zerschossen. Wir haben ihn zur Reperatur gebracht und ich sitz grad im Hostel am PC (unschwer zu erkennen). Da er sich mit der Bezahlung etwas schwer tut und nun denkt er koenne das ganze ueber meine private Haftpflicht abwickeln (nochmal er hat die Kugel geschossen) kann sich das ganze noch hinziehen. Daher kann ich erstmal nichts posten. Leider kann ich mir jetzt auch keinen Job oder eine Wohnung suchen, da mein frisch angefertigter Lebenslauf noch auf dem PC ist. Sobald moeglich melde ich mich aber wieder. Gestern Abend hab ich noch eine Diashow bei den Bildern reingestellt. Wenn ihr drauf klickt koennt ihr alle sehen, da die Diashow leider in der Mitte stoppt. Lieben Gruss an alle.

Freitag, 20. April 2012

Der erste Tag

Nach meinem ersten Hostelfrühstück hab ich mich auf den Weg gemacht und wollte meine Sozialidentifikationsnummer (SIN) beantragen, die ich hier zum Arbeiten brauche. Bewaffnet mit Stadtplan, Kamera und Visum ging es dann los. Doof nur, dass ich mich mal wieder nicht als Tourist outen wollte und die Karte nur in meiner Tasche hatte.l So habe ich es schon auf dem Hinweg geshafft mich zwei Mal zu verlaufen. Naja ich habs dann letztendlich doch noch gefunden und hab die Nummer auch gleich mitbekommen. Die dazugehörige Karte wird innerhalb der nächsten tage ins Hostel geschickt. Ich hoffe, ich bin dann noch hier. Als ich allerdings fragte, ob jemand dort auch über meinen Lebenslauf schauen würde (denn dafür ist Service Canada auch zuständig) wurde ich ein bisschen abgespeist. Naja, ich hab aber immer noch eine Vorlage auf dem PC.
Auf dem Rückweg wollte ich zwar noch zu einer Bank gehen und ein Konto eröffnen, aber ich hab mich dann doch entschlossen mir erst einmal die Umgebung anzusehen. Auch hier habe ich mich wieder verlaufen. Das gute daran war, so habe ich das Eaton Center gefunden. das ist ein riesiges Shopping Center mit vielen tollen kleinen Läden, die gestern morgen aber zum Glück noch zu waren, sonst wäre ich jetzt schon pleite ;-)
Da ich gestern morgen feststellen musste, dass mein Laptopstecker zu breit für meine Adapter sind, aber der Akku nur noch bei 17% war, bin ich anschließend in ein Elektrogeschäft und hab mir erstmal für 10 CAD einen passenden adapter besorgt :-\ so wird man sein Geld auch los.
Von da aus bin ich direkt zum Hafen. Hier mal ein paar Bilder:









Auf dem Rückweg hab ich mir dann noch bei Starbucks einen Kaffee genehmigt, wovon es hier an jeder Ecke eins gibt. Bisher wehre ich mich ja noch wehement als Barista zu arbeiten. Zum Thema Arbeit ist es zur Zeit noch ohnehin so, dass ich noch nicht sonderlich motiviert bin. Dnnoch halte ich schon die Augen offen und schaue auch in den kostenlosen Zeitungen nach Anzeigen.
Als ich dann wieder im Hostel war so gegen 14 Uhr, schlief das eine Mädel immernoch. Ich hab dann noch eine ganz nette Schweizerin aus meinem Zimmer kennengelernt, die aber leider heut schon wieder fährt. Aber mal schauen, wir wollen trotzdem noch was machen und eigentlich wollte ich heute ein Bankkonto eröffnen und mir eine Handykarte holen.

Bis bald

Donnerstag, 19. April 2012

Der Flug und was sonst noch so passiert ist

So nun habe ich ausgeschlafen. Bin eigentlich schon seit 5 Uhr Ortszeit wach und daher habe ich mich jetzt erstmal vor meinen PC gesetzt um meine "Mitbewohner" nicht zu wecken.

Nach einem innigen Abschied am Flughafen (danke nochmal, an alle die, die da waren) ging es dann in den Flieger. Ich bin zunächst mit der Airberlin nach New York geflogen und musste anschließend dort umsteigen. Ich war überrascht, wie gut die Maschine ausgestattet und der Service organisiert war und das obwohl ich Holzklasse geflogen bin :-) Es gab soviele Filme, Spiele und Musik in meinem Flatscreen, der sich direkt vor meinem Sitz befand, dass ich die 9 Stunden gut beschäftigt war. Als es dann richtung Landung ging war ich froh, dass wir JFK pünktlich erreicht haben, damit ich noch meinen Anschlussflug bekomme. Tja, da hatte ich aber nicht mit der Zollkontrolle gerechnet. Da waren 4-5 Schalter für drei gelandete Maschinen. Das konnte ja nicht gut gehen. Ich hatte mich zwar beeilt, stand aber trotzdem in der dritten Reihe a 75m Länge. Ich habe schon sämtliche Szenarien vor meinem inneren Auge gesehen, aber dann habe ich einfach mal eine Dame vom Flughafen höflich gefragt, ob Sie mich nicht irgendwie nach vorn lassen kann. Nach einigem hin und her hatte ich dann auch relativ schnell die Passkontrolle hinter mir und war nun auf der Suche nach meinen Koffern. Nachdem ich keinen der beiden Koffer nach 10 Minuten warten gesehen hatte, war ich schon wieder etwas panisch, aber dann sah ich, dass ein Mann alle Koffer aus Berlin von dem Laufband nahm. Naja dann hab ich aus den sicherlich schon 80 Koffern meine 2 rausgesucht und bin los zum aufgeben der Koffer. Das ging relativ fix, auch wenn dir zuständige Beamte mir noch seine Lebensgeschichte erzählen wollte.
Durch die Sicherheitskontrolle bin ich dann auch relativ fix und natürlich ohne Schuhe (pfui!) gekommen. Obwohl ich noch genug Zeit hatte bin ich dann quasi zu meinem Gate gerant, da die Wege wirklich weit sind und ich nicht direkt wusste, ob ich nun wirklich richtig war. Ich war so happy als ich dann 35 Minuten vor Abflug ankam. Naja, die haben sich dann aber noch richtig Zeit gelassen, so dass ich noch locker ein paar Minuten mehr gehabt hätte, aber man weiß ja nie. Die Maschine war dann so winzig und das Klo war auch kaputt, aber nachdem ich vom rennen so durchgeschwitzt war musste ich eh nicht mehr ;-)
Alles in allem war das echt ein seltsamer Flug mit einer eigenartigen Besatzung, aber ich bin immerhin angekommen. Anschließend klappte die Einreise relativ schnell, nur ein paar Fragen beantworten und dann war ich auch schon in Kanada. Ich hab dann sogar einen Bus früher als geplant geschafft und hab mich anschließend zu Fuß auf den Weg zum Hostel gemacht. Ja Mama, ich weiß was du gesagt hast: "nimm dir ein Taxi" Ich stellte auch sehr schnell fest (nämlich nachdem ich mich das erste Mal verlaufen hatte), dass das eine doofe Idee war. Also nahm ich mir für das restliche Stück wirklich ein Taxi.
Als ich Hostel ankam war ich schon ganz schön abgekämpft. Aber als ich dann in mein Zimmer kam, fiel mir echt die Kinnlade runter. Dazu muss man sagen, ich war noch nie in einem Hostel, aber dass schockte selbst mich. Mein 6-Bett Zimmer war mit mir nun komplett besetzt und, da es sich um ein reines Mädelszimmer handelt, auch genauso voll mit Klamotten etc. Eine meiner Mitbewohnerin war da uhnd half mir gleich mit meinen Koffern und erzählte mir ein bisschen von sich. Bei genauerem Hinsehen konnte ich keinen Platz mehr ausfindig machen, wo meine Koffer oder Klamotten auch nur annähern Platz hätten. Dazu muss man aber sagen, dass liegt nicht an der Größe des Zimmers, wenn ihr versteht was ich meine.
Naja ich war denn noch abends bei Subway 8bei uns schmeckts übrigens besser) und hab kurz ein,zwei Kleinigkeiten eingekauft. Ich hab bis ca. 20:30 Uhr Ortszeit ausgehalten und bibn dann totmüde ins Bett gefallen. Übrigens ich hab direkt das Doppelstock bett an der Tür, natürlich oben und direkt neben zwei Lampen, so dass man immer schön wach wird wenn einer rein kommt. Ich hab auch niemanden weiter gesehen von den anderen Mädels. ich hatte nicht mal das Gefühl, dass überhaupt alle in ihren Betten geschlafen haben, denn heute um 05:30 Uhr waren schon/ immer noch 2 Betten leer. Gefrühstückt hab ich im Hostel-Restaurant (tolle Bezeichnung für einen Kellerraum oder ;-)  )
Naja ihr merkt, es ist nicht meine Traumabsteige, aber ich versuch mich zu arrangieren. Jetzt werd ich erstmal die Stadt erkunden.

Bis bald

Nadine

P.S Übrigens, da ich ja schon so früh wach war, konnte ich heut schon super mit daniel skypen und das noch vor dem Frühstück :-) Jetzt wird er auch langsam aufgeregt, man merkts.

Mittwoch, 18. April 2012

Ich bin da!!!

Nur damit ihr alle beruhigt seid, ich (Nadine) bin heute heil in Toronto angekommen. Nach insgesamt ca. 13 Stunden Reisezeit bin ich totmüde im Hostel angekommen. Daher werde ich jetzt auch schlafen (auch wenns hier erst kurz nach 20:00 Uhr ist) und an einem anderen Tag meinen Flug auswerten. Zum Hostel sei schonmal so viel gesagt: Wenn man meine früheren Klassenfahrten mit dem hier (Zimmer, Aufenthaltsräume etc.) vergleicht, dann haben wir damals in Sterne-Hotels übernachtet und hatten die Ordnung gepachtet. Aber Einzelheiten folgen demnächst.

Gute Nacht!!!

Nadine

Sonntag, 15. April 2012

Abschiedsparty

Gestern fand meine (Nadine) Abschiedsparty statt und alle meine Freunde kamen noch einmal um mich zu sehen und Daniel und mir alles Gute für unsere Reise zu wünschen. Ich hab mich sehr gefreut alle noch einmal zu sehen bevor es für ein Jahr in die Ferne geht. Auch die vielen tollen und liebevoll ausgesuchten (und dem Gepäcklimit angepassten) Geschenke haben mich sehr gefreut. Das lustige Beisammensein und mit euch zu lachen oder einfach nur zu quatschen werden mir doch sehr fehlen. Dafür habe ich jetzt ein paar Bilder als Erinnerung.





Nachdem die Spuren der Party heute früh beseitigt wurden ging es dann auch schon zur Verabschiedung bei Daniels Familie. Nach dem Mittagessen wurden dann noch die Reisepläne besprochen und noch einige Kartons von Daniel im Keller verstaut. Dann wurde noch lecker Kaffee und Kuchen gegessen und dann ging es auch bald schon wieder los.
Es folgte der nächste Termin bei meinem Vater und seiner Freundin zum Abendessen (man soooo viel Essen an diesem Tag). Hier gab es noch einmal einige wertvolle Tips für die Reise von den erfahrenen Vielfliegern ;-)
Nach diesem doch recht anstrengend Tag ging es nur noch schnell nach Hause und am späten Abend habe ich noch mit Daniel geskypt und von meinem ereignisreichen Wochenende berichtet.

Nun sind es noch knapp 60 Stunden bis es losgeht. Die Wohnung ist erfolgreich untervermietet und die Schlüssel sind auch übergeben. Morgen beginne ich mit dem Packen. Aber es gibt noch so viele andere Dinge zu tun, so dass ich hoffe, alles rechtzeitig zu erledigen.

Den nächsten Bericht gibt es dann schon aus Kanada.
Bis dahin einen letzten Gruß aus Berlin (und natürlich auch von Daniel aus Saas-Fee)

Nadine & Daniel

Donnerstag, 5. April 2012

Die letzten 2 Wochen

Gestern waren es noch genau zwei Wochen bis es für mich (Nadine) auf nach Kanada geht. Zur Feier des Tages war ich gestern zum Abschiedsessen/ feiern des Bachelorabschlusses mit meinen lieben Kollegen. Das war nochmal richtig schön!
Da die Zeit bis zum Abflug nun immer kürzer wird, gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase. Die Wohnung ist untervermietet, die Nachsendeanträge bei der Post beantragt und so langsam beginne ich damit, den Inhalt der Schränke in Umzugskartons zu packen. Und ja, ich hasse Umzüge. Man glaubt gar nicht, was man alles so in den Schränken hat und wie schnell so ein Umzugskarton voll ist.

In den nächsten zwei Wochen stehen nun noch neben dem ausräumen und verpacken, Geld umtauschen, Koffer packen, ausdrucken der Unterlagen und der Kauf einiger Kleinigkeiten an.
Da nun Ostern vor der Tür steht, fahre ich noch einmal zu meinen Großeltern. Am kommenden und damit letzten Wochenende findet meine Abschiedsparty mit meinen Freunden statt. Am Sonntag werde ich mich dann noch von Daniels Familie verabschieden.

Langsam steigt die Aufregung und man registriert, dass man für mindestens ein Jahr nicht zu Hause sein wird. Ein komisches Gefühl, aber die Vorfreude steigt. Aber trotzdem ist da irgendwie die Angst, dass alles nicht zu schaffen oder das man nicht so schnell einen Job und eine Wohnung findet, wie man sich das vorstellt. Aber noch bin ich motiviert und zur Not kommt Daniel ja einen Monat später nach und muss mich aushalten ;-)
Daniel hatte übrigens zwischenzeitlich ein telefonisches Vorstellungsgespräch. Vielleicht berichtet er noch einmal darüber.
Bevor ich losfliege gibt es noch einen kurzen Bericht.
Bis dahin wünsche ich euch allen schöne Ostern!

P.S Ich habe Dank einiger Hinweise noch einmal die Einstellungen für das Gästebuch geändert, so dass jetzt wirklich jeder in der Lage sein müsste uns etwas zu schreiben.